Laut Insider:

Grönland-Frage führte im Weißen Haus zu Streit

Außenpolitik
22.01.2026 07:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

In der Grönland-Frage zeichnet sich nun doch Entspannung ab. Am Mittwochabend verkündeten US-Präsident Donald Trump und NATO-Generalsekretär Mark Rutte, dass ein Rahmenabkommen erzielt worden sei. Die Arktis-Pläne Trumps hatten dem Vernehmen nach zuletzt selbst im Weißen Haus zu Streit geführt.

Demnach drängten Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio auf einen diplomatischen Mittelweg. Dagegen sei der stellvertretende Stabschef Stephen Miller offen dafür gewesen, eine Annexion und den Einsatz militärischer Gewalt als Optionen beizubehalten, hieß es unter Berufung auf zwei Quellen im Weißen Haus. Die Idee, Strafzölle als Druckmittel einzusetzen, sei von Handelsminister Howard Lutnick gekommen.

Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio wichen offenbar vom strikten Kurs des ...
Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio wichen offenbar vom strikten Kurs des Präsidenten in der Grönland-Frage ab.(Bild: AFP/BRENDAN SMIALOWSKI)

Von diesen sieht aber Trump offenbar doch ab, denn am Mittwoch wurde laut dem Republikaner mit NATO-Generalsekretär Rutte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos eine „für die USA und alle NATO-Staaten großartige“ Lösung erzielt. Was genau in dieser angeblichen Vereinbarung stehen soll, blieb unklar. Dem Sender CNBC sagte der US-Präsident Mittwochabend bezüglich der Grönland-Vereinbarung: „Das ist für die Ewigkeit.“ Die Einzelheiten der „etwas komplexen“ Übereinkunft würden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Rutte: Souveränität kam nicht zur Sprache
Bei seinem Gespräch mit US-Präsident Trump über Grönland ist die Frage der Souveränität des autonomen Gebiets nach Angaben von NATO-Generalsekretär Rutte nicht zur Sprache gekommen. Das „Thema kam in meinen Gesprächen mit dem Präsidenten heute Abend nicht mehr vor“, sagte Rutte dem US-Sender Fox News am Mittwoch. Vielmehr konzentriere Trump sich auf den Schutz der „riesigen arktischen Region“, sagte Rutte. Dort fänden Veränderungen statt, etwa verstärkte Aktivitäten Russlands und Chinas.

Proteste gegen die USA in Grönland
Proteste gegen die USA in Grönland(Bild: AP/Evgeniy Maloletka)

Eine Sprecherin des NATO-Generalsekretärs ergänzte wenig später, Rutte habe ein sehr produktives Treffen mit Trump zur Sicherheit in der Arktisregion gehabt. Die Gespräche unter den NATO-Verbündeten über den vom Präsidenten erwähnten Rahmen würden sich nun darauf konzentrieren, die Sicherheit in der Arktis durch das gemeinsame Handeln der Alliierten zu gewährleisten, insbesondere der sieben arktischen Alliierten USA, Kanada, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Island. Die Verhandlungen werden den Angaben zufolge fortgesetzt.

Putin will sich nicht in Grönland-Streit einmischen
Der russische Präsident Wladimir Putin will sich nicht in den Streit um Grönland einmischen. „Uns betrifft das sicher nicht“, sagte der Kremlchef bei einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Moskau. Die USA und Dänemark müssten das unter sich ausmachen. Dem Kreml kommt der Streit zwischen Amerikanern und Europäern um Grönland gelegen, da die westliche Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine so weiter geschwächt wird. Außerdem sieht Moskau in der von Trump gewählten Begründung, die Insel aus Sicherheitsgründen zu brauchen, eine Rechtfertigung für die eigenen Annexionen – insbesondere die bereits 2014 eingegliederte Halbinsel Krim.

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