09.04.2014 11:29 |

Bombe auf Marktplatz

Anschlag in Islamabad fordert zahlreiche Tote

Beim schwersten Anschlag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad seit mehr als fünf Jahren sind am Mittwoch mindestens 24 Menschen getötet worden. Rund 100 weitere Personen seien bei der Detonation einer Bombe auf einem belebten Marktplatz teils schwer verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Sprengsatz sei demnach in einer Obstkiste versteckt gewesen. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Blutbad.

Zu dem Anschlag kam es am frühen Morgen, als der Gemüse- und Obstmarkt besonders belebt war. "Es war eine gigantische Explosion", sagte ein Verkäufer. "Ich sah, wie Menschen durch die Gegend rannten. Überall waren Blut und Körperteile."

Die pakistanischen Taliban (TTP) wiesen jede Verantwortung für die Tat zurück. "Unsere Männer haben das nicht getan", teilte ein TTP-Sprecher mit. "Wir verurteilen den Anschlag, zivile Opfer sind bedauerlich." Die TTP werde sich an die von ihr im März verkündete Waffenruhe halten, erklärte der Sprecher. Premier Nawaz Sharif bemüht sich seit vergangenem Jahr um Friedensgespräche mit den Extremisten.

Der nunmehrige Anschlag war der schwerste in Islamabad seit einem Angriff auf das dortige Marriott-Hotel im September 2008. Damals waren 40 Menschen getötet und mehr als 250 Personen verletzt worden. Zu diesem Anschlag hatte sich eine Terrorgruppe mit Verbindungen zum Al-Kaida-Netz bekannt, mit dem auch die TTP zusammenarbeitet.

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sonntag, 29. März 2020
Wetter Symbol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.