Kann gefährlich werden

Experten warnen jetzt vor Automatik bei Autolicht

Motor
25.12.2025 19:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Viele moderne Fahrzeuge verfügen über automatische Lichtsteuerung – doch gerade bei Nebel, Regen und Schneefall lässt diese Technik Autofahrer im Stich. Experten schlagen Alarm und fordern: Greifen Sie manuell zum Lichtschalter!

Die Herbst- und Wintermonate bringen nicht nur kürzere Tage, sondern auch tückische Sichtverhältnisse auf den Straßen. Was viele Autofahrer nicht wissen: Die in modernen Fahrzeugen weit verbreitete Licht-Automatik kann zur gefährlichen Falle werden. Der deutsche TÜV Süd warnt eindringlich davor, sich blind auf diese Technik zu verlassen.

Diesiges Wetter könnte verheerende Folgen haben
„Greifen Sie lieber früher als zu spät zum Lichtschalter und verlassen Sie sich nicht auf die Automatikfunktion“, mahnt Alexander Bausch vom Dienstleistungsunternehmen. Das Problem: Die Elektronik kann lediglich zwischen hell und dunkel unterscheiden. Bei diesigem Wetter, Nebel, Regen oder Schneefall am Tag reagiert sie oft zu spät – oder gar nicht.

Die Folge: Zahlreiche Fahrzeuge sind bei widrigen Witterungsverhältnissen nur mit Tagfahrlicht unterwegs. „Viele Autofahrer drehen den Lichtschalter auf ,auto‘ und kümmern sich dann nicht mehr weiter um die Beleuchtung ihres Fahrzeugs“, beobachtet Bausch. Besonders in Tunneln sind solche „Lichtmuffel“ immer wieder zu sehen.

Auch Autoclub warnt vor Automatik
Wer ohne ordnungsgemäße Beleuchtung unterwegs ist, riskiert nicht nur Strafen, sondern vor allem die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Wer schlecht sieht und schlecht gesehen wird, gefährdet sich und andere.

Auch der Auto Club Europa (ACE) rät, das Abblendlicht lieber zu früh als zu spät manuell einzuschalten. Das entsprechende Symbol am Schalter – ein stilisierter Scheinwerfer mit drei schräg nach unten gerichteten Strichen – leuchtet im aktivierten Zustand grün.

Vorsicht auch bei Nebelschlussleuchte
Ein weiterer häufiger Fehler betrifft die Nebelschlussleuchte. Diese darf ausschließlich bei Nebel und einer Sichtweite unter 50 Metern eingeschaltet werden – nicht bei Regen oder Schneefall. Als Orientierung dienen die Leitpfosten am Straßenrand, die üblicherweise im 50-Meter-Abstand positioniert sind.

Die Experten empfehlen zudem, bei Nebel die Scheibenwischer mindestens auf Intervall zu stellen, um sich ständig niederschlagende Wassertröpfchen zu beseitigen. Die Wischerblätter sollten rechtzeitig überprüft und bei Bedarf erneuert werden.

Verbunden mit Zeitstress wird es besonders gefährlich
Besonders wichtig: Bei Sichtweiten unter 50 Metern gilt Tempo 50 als Höchstgeschwindigkeit. „Planen Sie für die Fahrt mehr Zeit ein, wenn auf den Straßen mit Nebel zu rechnen ist“, rät Bausch. „Kommt zu schlechter Sicht noch Zeitstress hinzu, wird es am Steuer gefährlich.“

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