In dem Papier heißt es: "Angesichts Russlands andauernder Verletzung der ukrainischen Souveränität und der territorialen Unversehrtheit hat die US-Regierung bis auf Weiteres entschieden, alle NASA-Kontakte zu russischen Regierungsvertretern auszusetzen" - abgesehen von ausdrücklich genannten Ausnahmen.
USA eigentlich auf Russen angewiesen
Noch vor wenigen Tagen hatte NASA-Chef Charles Bolden vor dem US-Kongress sein Vertrauen in die Raumfahrt-Partnerschaft zwischen den USA und Russland bekräftigt. Seit dem letzten Flug eines Spaceshuttles im Sommer 2011 sind die USA für bemannte Flüge zur ISS auf die russischen Sojus-Kapseln angewiesen. Pro Reise zahlt die NASA gut 70 Millionen Dollar an Russland. Die neue US-Raumkapsel Orion wird erst in einiger Zeit voll einsatzbereit sein. Ein erster Testflug ist später in diesem Jahr geplant.
Reaktion auf Ukraine-Krise
Dieser Schritt der NASA wird als Reaktion auf den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland gewertet. Neben wirtschaftlichen Sanktionen setzt Washington gegenüber Russland auch auf die militärische Karte. Diese Woche hat die NATO die praktische Zusammenarbeit mit Moskau ausgesetzt. Zugleich will die transatlantische Militärarallianz nach Angaben von NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen enger mit der Ukraine zusammenarbeiten. Nachbarländer der Ukraine wie Bulgarien, Ungarn, Rumänien und die Slowakei sind bereits Mitglieder der NATO, die Ukraine noch nicht.
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