Geplant ist demnach, dass Mittelsmänner, die virtuelle Währungen kaufen, verkaufen oder den Umtausch in echte Währungen erleichtern, die Identität ihrer Kunden überprüfen und verdächtige Transaktionen melden müssen. Die Anforderungen seien dieselben wie für Geldwechsler und Agenturen für Heimatüberweisungen, die mit Bargeld arbeiteten, erklärte die Zentralbank. Es gehe dem Land aber nicht darum, grundsätzlich alle virtuellen Währungen zu regulieren.
Bitcoin steckt in tiefer Vertrauenskrise
Die virtuelle Währung Bitcoin war im Jahr 2009 als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden. Geschaffen hat sie ein mutmaßlich aus Japan stammender Programmierer, der eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung wollte (siehe Infobox). Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet; der Wechselkurs zu echten Währungen schwankt stark. Aufsichtsbehörden weltweit hatten in den vergangenen Monaten verstärkt vor den Risiken von Bitcoin gewarnt.
Die Digitalwährung steckt derzeit in ihrer bisher schwersten Vertrauenskrise, seit im vergangenen Monat die Handelsplattform MtGox, eine der ältesten und wichtigsten ihrer Art, den Betrieb eingestellt hatte (siehe Infobox). MtGox waren nach eigenen Angaben 750.000 Bitcoins von Kunden und 100.000 eigene Exemplare abhandengekommen. Der Gesamtwert der verschwundenen "Münzen" belief sich auf rund 350 Millionen Euro. Die Firma mit Sitz in Japan macht Hacker für den Angriff verantwortlich.
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