GUTEN MORGEN

Mahrer darf noch bleiben | Politisch erledigt

Mahrer darf noch bleiben. Harald Mahrer, der Präsident der Wirtschaftskammer, habe in der vergangenen Woche rund um die unerhörte 4,2-Prozent-Erhöhung der Gehälter der WKO-Mitarbeiter, um die folgende halbe Wahrheit zur Halbierung der Erhöhung und rund um die unerhörten Gehälter für die Kammerbonzen alles falsch gemacht, schrieb ich gestern hier an dieser Stelle. Schlusssatz des gestrigen Newsletters: „Einen Rücktritt schloss Mahrer trotz aller Fehlleistungen allein in dieser Woche am Samstag noch aus. Noch.“ Nächster Akt am Sonntag: Mahrer lädt die WKO-Granden, also jene, die gerade erst Gehaltserhöhungen größtenteils – erheblich – über die 10.000-Euro-Grenze hinaus bekommen haben, zum Sonntags-Krisengipfel nach Wien, um sich die Absolution erteilen zu lassen. Die bekam er nicht, aber er darf bleiben. Noch.

Politisch erledigt. Das Rumoren in der Wirtschaftskammer, bei deren Funktionären wie den Zwangs-Mitgliedern - es wird unterdessen immer lauter. Auch in den Medien wird das Verhalten von Multi-Präsident Mahrer, der nach eigenen Angaben insgesamt 28.500 Euro im Monat einstreift, heftig kritisiert. In seinem Kommentar in der Montags-„Krone“ schreibt Claus Pándi, der „Fall Mahrer“ sei nicht zu Ende. Die Gagenaffäre um den Präsidenten der Wirtschaftskammer zeige täglich drastischer, „dass sogar auf dem niedrigen Niveau in der heimischen Politik noch Luft nach unten ist“. Und unser Polit-Insider kommt zum Schluss: „Auch wenn Mahrer es vielleicht noch nicht sieht: Politisch ist er erledigt.“ Aber, siehe oben: Noch ist er Präsident der Wirtschaftskammer. Noch.

Kommen Sie gut durch den Montag!

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