02.02.2014 15:12 |

Tag des Murmeltiers

"Phil" enttäuscht die USA: Kein Frühling in Sicht

Schlechte Nachrichten für die wintermüden US-Amerikaner: Murmeltier "Phil" hat am Sonntag vorausgesagt, dass sie noch eine ganze Weile bibbern müssen. Wie jedes Jahr am 2. Februar, dem traditionellen Murmeltiertag, wurde der kleine Nager aus seinem Domizil in einem Wäldchen nahe der Kleinstadt Punxsutawney im Bundesstaat Pennsylvania gezogen.

Die Regel besagt, dass weitere sechs Wochen Winter bevorstehen, wenn das Tier seinen Schatten sieht. Phil sah ihn, wie der Präsident des Murmeltiervereins verkündete - und zerstörte damit die Hoffnung auf ein baldiges Frühlingslüftchen. Dabei hätten sich die Amerikaner gerade in diesem Jahr eine bessere Prognose gewünscht. Die Bevölkerung in vielen Landesteilen leidet unter einem ungewöhnlich harten Winter, der mittlere Westen wurde erst am Wochenende von neuen heftigen Schneefällen heimgesucht.

Aber einen Trost gibt es: Phil liegt längst nicht immer richtig, auch wenn der Murmeltierverein von Punxsutawney das Pelztier energisch verteidigt. So hatte es im vergangenen Jahr einen falschen Riecher, als es den Amerikanern Hoffnung auf einen baldigen Frühling machte. Stattdessen fegten noch im März und April Winterstürme durch das Land.

Der Ursprung des Murmeltiertages geht auf deutsche Siedler zurück. Forscher nehmen an, dass sich die Bräuche der Einwanderer mit denen amerikanischer Ureinwohner vermischten. Die christlichen Siedler glaubten, dass an Mariä Lichtmess, 40 Tage nach Weihnachten, Murmeltiere aus ihrem Winterschlaf erwachen. Wenn sie dann ihren Schatten sehen, erschrecken sie und ziehen sich für weitere sechs Wochen in ihren Bau zurück.

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