Austria Triathlon

Podersdorfer Touristiker als „Durchstarter“

Burgenland
02.09.2025 14:14

Fast ohne Training hat es Rene Lentsch geschafft, den Sprint zu „überleben“. Und empfindet jetzt noch mehr echte Hochachtung für alle Triathleten.

Rene Lentsch ist Geschäftsführer der Podersdorf Tourismus und FreizeitbetriebsgesmbH. Seit Jahren ist er dienstlich beim Austria Triathlon dabei. Heuer war er zum ersten Mal selbst Teilnehmer. „Ich wollte das Erlebnis haben, auch ins Ziel einzulaufen“, so Lentsch. Veranstalter Daniel Döller gab ihm Startnummer 2.

„Voraussichtlich bin ich 2026 wieder dabei, aber dann hätte ich gerne eine höhere Startnummer“, lacht Lentsch. Denn er wurde ob der niedrigen Nummer gefragt, ob er sich einen Podestplatz ausrechne. Seine Antwort brachte auch sein Gegenüber zum Lachen. Denn er meinte: „Podestplatz? Überleben ist angesagt!“ Der Touristiker startete beim Sprint. Heißt: 0,75 Kilometer schwimmen, 24,4 km Rad fahren und 5 Kilometer laufen. Trotz schlechter Bedingungen, nämlich Regen und Sturm (und kaum einer Vorbereitung), schaffte er es ins Ziel.

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Podestplatz? Überleben ist angesagt! 

Rene Lentsch

Sein Fazit: Das Erlebnis war es wert. Beim Schwimmen hantelte er sich von Boje zu Boje und probierte dabei alle Schwimmstile durch. „Ich bin sogar einmal Rücken geschwommen, weil ich keine Luft mehr bekommen habe“, schmunzelt er.

Draußen regnerisch und stürmisch. Da war es im Wasser fast angenehm warm.
Draußen regnerisch und stürmisch. Da war es im Wasser fast angenehm warm.(Bild: Lentsch)

Beim Radfahren hätte er gerne den sprichwörtlichen Hut draufgehauen, nachdem er aber mitten auf der Strecke war, hätte er sowieso wieder zurück nach Podersdorf fahren müssen. Also machte er gleich weiter. „Bei 18 km/h mit Gegenwind glaubst du, du stehst am Stand. Und dann überholen dich zig Leute ganz locker. Da hätte ich echt gern aufgegeben“, gesteht er.

Viel Adrenalin und Stolz 
Das Gefühl dann, als er über die Ziellinie lief, überhaupt das Laufen in Podersdorf, war aber besonders. „Die Leute haben gejubelt. Da kommt dann das Adrenalin, das einen trägt. Das war jede Strapaze wert.“ 369 Starter waren beim Sprint dabei, Lentsch lief als 327. über die Ziellinie. „Das Leiberl und die Medaille in der Hand zu halten war ein Wahnsinnsgefühl. Außerdem ist meine Hochachtung für diejenigen, die am Samstag gestartet sind, ins Unermessliche gestiegen. Gegen ihre Leistung war der Sprint nur eine Pimperldistanz, auf die ich aber trotzdem stolz bin.“

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