Der Vizekanzler rief mit dem Edtstadler-Vize Stefan Schnöll eine Kulturpartnerschaft zwischen Häusern des Landes Salzburg und den wichtigsten Wiener Museen ins Leben.
Rund um die Festspiel-Eröffnung sind die Terminkalender der Kulturverantwortlichen dicht gedrängt. Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) nahm sich am Freitag trotz bevorstehender Festspieleröffnung, dem Festspielempfang und der Verleihung des Staatspreises für Europäische Literatur kurz Zeit für die Salzburger Landesmuseen.
Gemeinsam mit Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll (ÖVP) rief er eine Kulturpartnerschaft zwischen dem Land Salzburg und der Republik ins Leben. Die großen Wiener Museen in der Verantwortung der Bundesregierung sollen dadurch verstärkt mit den Salzburger Landesmuseen kooperieren. Ein zentraler Punkt: Die Häuser des Bundes sollen sich auch abseits der Hauptstadt zeigen. Babler schickt also quasi die Bundesmuseen nach Salzburg. „Es ist mir ein großes Anliegen, auch mit den Bundesmuseen in die Breite zu kommen“, sagte der Vizekanzler bei der Präsentation.
Konkret schweben dem Minister etwa Kooperationen und gemeinsame Ausstellungen vor. Erste mögliche Kooperationspartner haben die Politiker bereits ausgemacht. Salzburgs Museum der Moderne soll mit dem Museum moderner Kunst und dem Museum für angewandte Kunst kooperieren. Das Haus der Natur soll mit dem Naturhistorischen Museum und dem Technischen Museum in Wien zusammenarbeiten. Und das Domquartier des Landes soll eine Partnerschaft mit dem Kunsthistorischen Museum und der Nationalbibliothek eingehen.
Fotomuseum des Bundes in Salzburg kein Thema mehr
Die Partnerschaft soll den Rahmen bilden, konkrete Kooperationsvereinbarungen müssen die Häuser allerdings noch selbst schließen. Verbesserungen soll es auch durch einen Verzicht auf gegenseitige Leihgebühren, gemeinsame Herkunftsforschung bei Ausstellungsstücken und gemeinsame Finanzierung bei der Restaurierung von geliehenen Kunstwerken geben. Ein anderes, zur Zeit von Wilfried Haslauer noch sehr wichtiges, Thema stand beim Treffen von Schnöll und Babler nicht auf der Tagesordnung: Ein eigenes Fotomuseum des Bundes wird es in Salzburg nicht geben.
„Ich verfolge dieses Thema jetzt nicht mehr weiter. Unter den derzeitigen budgetären Voraussetzungen ist das nicht realistisch“, sagte Schnöll zur „Krone“.
Zumal in Salzburg schon bald eine Außenstelle eines Wiener Bundesmuseums eröffnen wird: Wie berichtet soll in zwei Jahren die Dependance des Belvedere im Salzburg Museum in der Neuen Residenz eröffnen. Für Babler ist das ein beispielhafter Museumsstandort einer Bundeseinrichtung in den Ländern.
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