In Mali getötet

Al-Kaida bekennt sich zu Mord an Journalisten

Ausland
06.11.2013 20:48
Die Extremistengruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) hat sich zu der Ermordung von zwei französischen Journalisten in Mali bekannt. Das Attentat sei eine Reaktion auf die "Verbrechen Frankreichs gegen die Malier und den Einsatz der afrikanischen und internationalen Truppen gegen die Muslime in Azawad", hieß es in einer Erklärung, die am Mittwoch von der mauretanischen Nachrichtenagentur Sahara Medias veröffentlicht wurde.

Ghislaine Dupont (kl. Bild oben) und Claude Verlon (kl. Bild unten) vom Sender Radio France Internationale (RFI) waren am Samstag nach einem Interview mit einem Anführer der Tuareg-Rebellen in der Stadt Kidal entführt und erschossen worden. Nach Angaben der malischen Sicherheitsbehörden wurden inzwischen mehr als 30 Verdächtige festgenommen.

Vormarsch der Islamisten nach Rebellion
Kidal liegt rund 1.500 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bamako an der algerischen Grenze und ist eine Hochburg der Tuareg-Rebellen und ihrer Nationalen Bewegung der Befreiung von Azawad (MNLA). Azawad ist der Name der hauptsächlich von Tuareg bewohnten Region im Norden Malis. Anfang vergangenen Jahres hatten die Tuareg eine Rebellion gestartet, weil sie sich von der Regierung im Süden an den Rand gedrängt sahen. Nach ersten Erfolgen wurden sie von Islamisten verdrängt, mit denen sie zunächst verbündet gewesen waren.

Rebellen durch Militärintervention gestoppt
Der Vormarsch der Islamisten Richtung Süden wurde Anfang 2013 durch eine französische Militärintervention gestoppt. Kidal blieb aber unter der Kontrolle der Tuareg. Im Juni einigten sich die Regierung und die Nationale Bewegung für die Befreiung von Azawad dann auf die Übergabe der Stadt an die Regierungstruppen.

Frankreichs Armee wird Wahlen sichern
Derzeit sind in Mali noch 3.000 französische Soldaten stationiert, um die die Parlamentswahl mit dem ersten Wahlgang am 24. November abzusichern. Anfang 2014 soll die Truppenstärke nach Angaben der Regierung in Paris auf rund tausend Mann verringert werden.

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