Bienensterben

Auch BASF klagt gegen Pestizid-Verbot in der EU

Ausland
05.11.2013 19:29
Wenige Monate, nachdem die beiden Chemieriesen Bayer und Syngenta gegen die von der EU verordneten Einschränkungen beim Einsatz von Pestiziden Klagen eingereicht haben, geht nun auch der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF juristisch gegen das Verbot von mehreren Chemikalien aus der Gruppe der Neonicotinoide vor. Die EU habe nicht alle verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Der Rückgang der Bienenpopulation werde durch zahlreiche und komplexe Faktoren verursacht, und die Beschränkungen beim Einsatz von Fipronil würden nicht zum Schutz der Bienen beitragen, führte BASF zur Begründung an. Die Entscheidung der EU-Kommission, die Fipronil-Nutzung einzuschränken, sei das Ergebnis einer "unangemessenen Anwendung des Vorsorgeprinzips". Die Behörde hat nach Ansicht von BASF bei ihrer Entscheidung nicht alle verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigt.

Die EU-Kommission hatte den Einsatz des BASF-Mittels im Sommer deutlich beschränkt und auf Gefahren für die Honigbienen verwiesen. Bereits Ende April hatte die Kommission beschlossen, den Einsatz von Insektiziden der Neonicotinoid-Gruppe stark zu begrenzen.

Verbot auf zwei Jahre befristet
Die Sperre gilt zunächst für zwei Jahre, in denen mögliche Auswirkungen des Verbots wissenschaftlich untersucht werden sollen, bevor die Maßnahme erneut auf den Prüfstand kommt. Betroffen sind davon auch das Pestizid Thiamethoxam von Syngenta sowie die Mittel Clothianidin und Imidacloprid von Bayer. Syngenta und Bayer hatten im August gegen die Entscheidung Klage eingereicht.

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