Bienensterben
Auch BASF klagt gegen Pestizid-Verbot in der EU
Der Rückgang der Bienenpopulation werde durch zahlreiche und komplexe Faktoren verursacht, und die Beschränkungen beim Einsatz von Fipronil würden nicht zum Schutz der Bienen beitragen, führte BASF zur Begründung an. Die Entscheidung der EU-Kommission, die Fipronil-Nutzung einzuschränken, sei das Ergebnis einer "unangemessenen Anwendung des Vorsorgeprinzips". Die Behörde hat nach Ansicht von BASF bei ihrer Entscheidung nicht alle verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigt.
Die EU-Kommission hatte den Einsatz des BASF-Mittels im Sommer deutlich beschränkt und auf Gefahren für die Honigbienen verwiesen. Bereits Ende April hatte die Kommission beschlossen, den Einsatz von Insektiziden der Neonicotinoid-Gruppe stark zu begrenzen.
Verbot auf zwei Jahre befristet
Die Sperre gilt zunächst für zwei Jahre, in denen mögliche Auswirkungen des Verbots wissenschaftlich untersucht werden sollen, bevor die Maßnahme erneut auf den Prüfstand kommt. Betroffen sind davon auch das Pestizid Thiamethoxam von Syngenta sowie die Mittel Clothianidin und Imidacloprid von Bayer. Syngenta und Bayer hatten im August gegen die Entscheidung Klage eingereicht.












Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.