Wintergemüse

Mit Rübe und Co. gesund durch die kalte Jahreszeit

Gesund
11.12.2013 15:36
In der kalten Jahreszeit plagen viele von uns Erkältungen und Grippeviren. Eine gesunde Ernährung im Winter ist das A und O, um das Immunsystem zu rüsten. Von November bis Februar ist traditionell die Zeit des Wintergemüses. Die heimischen Sorten sind wahre Vitaminbomben und können uns helfen, gesund durch die frostige Zeit zu kommen.

Ein besonderer Vitamingarant ist der Kohl in all seinen Varianten. So enthalten beispielsweise 100 Gramm Kohlsprossen genug Vitamin C, um für zwei Tage den Bedarf eines Erwachsenen zu decken. Weiß- und Rotkraut sind die Winterklassiker schlechthin. Besonders dem Weißkraut wurde schon in der römischen Antike seine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Es weist von allen Kohlsorten den höchsten Gehalt an Vitamin C auf und enthält zudem besonders viel Eisen und Folsäure. Auch Rotkraut enthält viele Vitamine und Ballaststoffe. Generell sollte man Kraut nicht zu lange kochen, denn dann gehen viele Nährstoffe verloren.

Von allen Salatsorten wächst der Vogerlsalat am weitesten in den Winter hinein. Sein hoher Gehalt an Vitamin C macht ihn in der kalten Jahreszeit besonders wertvoll. Aber auch Beta-Carotin, Vitamin B6, Folsäure, Eisen und Kalium sind in den kleinen schmackhaften Blättern enthalten. Die Bitterstoffe im Vogerlsalat können vorbeugend gegen Gallensteine und Nierenleiden helfen. Da der Vogerlsalat meist samt Wurzel geerntet wird, sollte man ihn vor der Zubereitung stets gut säubern. Als alte Küchenweisheit gilt, dass man den Salat dann auch noch kurz in eiskaltes, am besten mit Eiswürfeln versetztes, Wasser legen soll, damit die Blätter besonders knackigbleiben.

Mit Karotte und Co. gesund durch den Winter
Wer seinem Immunsystem etwas Gutes tun will, der greift in der kalten Jahreszeit häufig zu Wurzelgemüse. Karotten enthalten neben dem für die Haut und Sehkraft wichtigen Carotin zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe und sind so nicht nur gekocht oder gedünstet, sondern auch als Rohkost-Snack ein echter Gesundheits-Booster. In Sachen Vitamingehalt hängt die Pastinake die Karotte allerdings noch um Längen ab. Ihr Gehalt an Vitamin C und Kalium ist viermal so hoch, außerdem enthält die Rübe sehr viel Kalzium.

Apropos Rübe: Die Rote Rübe ist nicht nur in der Küche vielseitig einsetzbar, sie ist auch ein echter Schlankmacher. Aufgrund ihres hohen Wasseranteils kommt sie auf nur 41 Kalorien pro 100 Gramm. Ihre rote Farbe hat die Rübe vom Inhaltsstoff Betanin, der die Gallenblase stärkt. Das Wurzelgemüse kann aber noch viel mehr: Es enthält große Mengen an Folsäure, die zur Blutbildung beiträgt und die Gefäße stärkt.

Brokkoli vertreibt sogar Krebszellen
Auch wenn er nicht unbedingt das beliebteste Wintergemüse ist – der Brokkoli konnte in Laborversuchen sogar Krebszellen an ihrem Wachstum hindern. Die gesundheitsfördernde Wirkung des Verwandten des Karfiols ist also wissenschaftlich nachgewiesen, zudem enthält er fast alle lebenswichtigen Vitamine und Mineralstoffe.

In Sachen Entgiftung sind die Lauchgewächse wie Zwiebel, Porree oder auch Knoblauch die Spitzenreiter unter dem Wintergemüse. Sie wirken ähnlich wie Antibiotika und können fiesen Bakterien so richtig den Garaus machen. Knoblauchsaft hemmt selbst bei starker Verdünnung das Wachstum von Viren, Bazillen, Pilzen und Hefen. Die Zwiebel enthält ätherische Öle und schwefel- sowie sulfidhaltige Substanzen, die vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen sollen. Die ätherischen Öle sorgen außerdem dafür, dass die Magenschleimhäute gesund und widerstandsfähig bleiben. Aber Achtung: Zu viel davon kann die Wirkung umkehren und die Verdauung rebelliert.

Zu Bio-Ware greifen
Generell sollten Sie beim Einkauf des Gemüses darauf achten, Bio-Ware zu erwerben, denn gerade Wurzelgemüse kann in stark gedüngten Böden sehr viele Nitrite aufnehmen. Im Notfall können Sie auch auf Tiefkühlgemüse zurückgreifen, allerdings sollten Sie darauf achten, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird, um die Vitamine zu erhalten. Ihr Immunsystem wird es Ihnen danken – spätestens dann, wenn fiese Grippeviren zum Angriff blasen.

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