Ringen um Betriebe

Investor Kilger: Weitere Insolvenzen befürchtet

Steiermark
12.03.2026 15:28

Nach dem Konkurs der Domaines Kilger versucht der deutsche Investor, einige seiner Betriebe in der Südsteiermark zu retten. Es dürfte aber in den nächsten Wochen zu Folgeinsolvenzen kommen, einzelne Beteiligungen werden verkauft werden müssen. 

Mit Spannung wurde die erste Gläubigerversammlung rund um den Konkursfall Domaines Kilger am Donnerstag erwartet. Der deutsche Investor Hans Kilger hat seit 2015 zahlreiche Tourismus- und Landwirtschaftsbetriebe in der Südsteiermark, vor allem an der Weinstraße, aufgekauft. Die Konkursmeldung der Dachgesellschaft Ende Februar war ein Paukenschlag.

Die Domaines Kilger GmbH & Co KG ist mittlerweile geschlossen, die beteiligte Gesellschaft Domaines Kilger GmbH ebenso insolvent. „Diese Schritte waren für uns absehbar und sind Teil einer geordneten Restrukturierung und erfolgen in enger Abstimmung mit Masseverwalter Michael Pacher“, sagt Kilgers Rechtsanwalt Johannes Zink. 

„Veranstaltungen finden wie geplant statt“
Spannend ist, wie es mit den zahlreichen Beteiligungen und Betrieben weitergeht. „Für Gäste, Kunden und Partner läuft der Betrieb an den Standorten planmäßig weiter: Das Weingut, der Jaglhof, das Schloss Gamlitz, der Stupperhof in Kitzeck sowie die Peterquelle werden nach derzeitiger Planung fortgeführt“, heißt es in einer Aussendung von Zink und Kilger. Und weiter: „Veranstaltungen und Reservierungen finden wie geplant statt, Gäste können weiterhin empfangen werden. Auch die Lieferfähigkeit gegenüber Handelspartnern und Kunden bleibt gewährleistet.“

Man gesteht aber ein, dass es in den kommenden Wochen zu weiteren Insolvenzverfahren über einzelne Gesellschaften kommen kann. Fortgeführt werden sollen „wirtschaftlich gesunde Betriebe“. 

40 Dienstnehmer, hohe Aktiva und Passiva
Hans Kilger war am Donnerstag übrigens persönlich bei der Gläubigerversammlung anwesend und zeigte sich kooperativ. Es zeichnet sich ab, dass es zu einem Verkauf der einzelnen Beteiligungen kommen dürfte, Kilger müsste dann wohl selbst mitbieten. Eine Herausforderung: Die landwirtschaftlichen Flächen, etwa das große Weingut, müssen auch bis zur Klärung weiter bewirtschaftet werden.

In Kilgers Gruppe sollen noch etwa 40 Dienstnehmer beschäftigt sein. Die angegebenen Passiva liegen laut Markus Graf vom AKV bei 81,5 Millionen Euro (davon sind 34 Millionen Euro konzerninterne Verbindlichkeiten), die Aktiva (Liegenschaften, Beteiligungen) bei 68,6 Millionen Euro. 

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