Er hat es nicht nur in der Politik gerne rasant: Der mittlerweile wilde Tiroler Abgeordnete Georg Dornauer wurde mit Tempo 152 in einer 100er-Zone gestoppt – Führerschein weg!
Es war Donnerstagvormittag um 10.40 Uhr, als die Autobahnpolizei Seewalchen auf der „West“ im Gemeindegebiet von Tiefgraben (OÖ) in Fahrtrichtung Salzburg ein viel zu schneller Mercedes E-300 auffiel. Die Lasermessung zeigte in der aus Sicherheitsgründen neu installierten 100er-Zone auf der Autobahn – nach Abzug der Messtoleranz – exakt 152 km/h an. Pech: Denn mit mehr als 50 Kilometer pro Stunde ist der Führerschein weg.
Parteirebell mit rasanter politischer Karriere
Bei der Kontrolle des Rasers staunten die Beamten nicht schlecht: Denn am Steuer der Limousine mit Stern saß niemand Geringerer als Georg Dornauer. Seines Zeichens langjähriger Tiroler SPÖ-Chef. Auch seine politische Karriere verlief bisher rasant. Als roter Parteirebell im Westen hatte er zu seiner SPÖ schon immer ein schwieriges Verhältnis.
Ein von der „Krone“ aufgedeckter Jagdausflug mit dem schillernden Immobilien-Jongleur René Benko samt Foto mit einem erlegten Hirsch wurde ihm dann zum Verhängnis. „Ich trete zur Seite“, verkündete der 43-Jährige fast schon trotzig seinen Rückzug von der Parteispitze.
Dann der nächste Paukenschlag: Dornauer wird nicht nur aus dem Landtagsklub, sondern auch aus der Partei ausgeschlossen! Das Fass zum Überlaufen gebracht hatte sein Alleingang zur Rückführung von 170 Millionen Euro an „Übergewinnen“ des Landesenergieversorgers Tiwag. Entgegen der Koalitionslinie mit der ÖVP.
Der Tiroler Ex-SPÖ-Chef ist übrigens nicht der erste Spitzenpolitiker, der als Raser gestoppt wurde. Auch der damalige Finanzminister Magnus Brunner bretterte mit weit mehr als 100 km/h durch eine 80er-Zone – Schein vier Wochen weg!
Ich bin nach der Raststation Mondsee auf die Autobahn aufgefahren, hatte ein Überholmanöver und habe dabei offensichtlich die 100 km/h Beschränkung übersehen.
Georg Dornauer
Dornauers Rechtfertigung gegenüber der „Krone“: „Ich bin auf die Autobahn aufgefahren, hatte ein Überholmanöver und habe dabei offensichtlich die 100 km/h-Beschränkung übersehen. Das tut mir leid. Es war keine gefährliche Situation. Mit den Konsequenzen werde ich die nächsten zwei Wochen leben müssen.“
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