„How to Lose an Oscar“

Chalamet wird zum Internet‑Witz mit Rabatt

Society International
12.03.2026 16:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Chalamet-Zoff eskaliert – und Hollywood schaut fassungslos zu. Ein flapsiger Kommentar von Oscar-Favorit Timothée Chalamet über Oper und Ballett entwickelt sich immer mehr zum handfesten PR-Desaster. Seine abwertenden Worte über angeblich „aussterbende“ Kunstformen lösten einen Shitstorm aus, der nun sogar seine Chancen bei den Academy Awards gefährden könnte. 

Während Stars ihn öffentlich kritisieren, macht sich das Internet längst lustig – und sogar Unternehmen springen auf den Spott-Zug auf.

Der 30-jährige Schauspieler hatte in einer öffentlichen Gesprächsrunde mit Matthew McConaughey hochmütig erklärt, warum er nie Oper oder Ballett gemacht habe.

Der Ausschnitt wurde – wie Sie hier sehen können – zigfach in den sozialen Medien geteilt: 

Seine Begründung: Das seien Bereiche, bei denen man sage, man müsse sie am Leben halten – „obwohl sich niemand mehr dafür interessiert“. Stattdessen habe er sich bewusst für eine Filmkarriere entschieden.

Welle an Kritik – auch aus Hollywood
Die Aussage traf einen Nerv – und löste eine Welle an Kritik aus. Opernhäuser, reagierten schlagfertig. Das Opernhaus in Los Angeles schrieb auf Instagram an den Schauspieler gerichtet: „Sorry, wir würden dir Freikarten für die Oper ,Akhnaten‘ geben, aber die Vorstellung ist fast ausverkauft. Es gibt noch ein paar Plätze zu kaufen, wenn du dich beeilst“. Die Wiener Staatsoper machte eine Straßenumfrage. 

Unter den Hollywood-Kollegen reagierte jetzt besonders deutlich Oscar-Preisträgerin Jamie Lee Curtis. Die Schauspielerin, die 2023 für „Everything Everywhere All at Once“ ausgezeichnet wurde, sagte dem Branchenblatt „The Hollywood Reporter“, Chalamets Kommentar sei schlicht „dumm“ gewesen.

Ihr Seitenhieb: „Es tut mir leid, dass diese Worte jetzt wohl Teil seines Vermächtnisses sein werden.“ Curtis hat einen persönlichen Bezug zur Debatte – ihre Tochter arbeitet als Tänzerin und betreibt eine Tanzschule.

Während Stars diskutieren, reagiert das Internet gnadenlos. Ein virales Meme zeigt Chalamets Gesicht auf dem Poster der Romantikkomödie „How to Lose a Guy in 10 Days“ mit Kate Hudson. Der neue Titel: „How to Lose an Oscar in 10 Days“.

Die Anspielung: Der Schauspieler gilt für seine Rolle im Film „Marty Supreme“ eigentlich als Favorit auf den Oscar – doch der Opern-Spruch könnte seinem Image schaden.

Mittlerweile wird der Hollywood-Star sogar für Werbung aufgezogen. Ein großer Ticketshop nutzt ihn nun als Discount-Code für Tickets zu Ballettaufführungen des New York City Ballet. Die Botschaft an potenzielle Zuschauer: „Benutzt den Code CHALAMET beim Checkout und spart 20 Prozent!“

Ein Seitenhieb, der im Netz gefeiert wird – und zeigt, wie sehr der Kommentar des Schauspielers inzwischen zum Running Gag geworden ist.

Jeder will Teil der Empörung sein 
Auch Popstar Doja Cat mischte sich zunächst in die Debatte ein und kritisierte Chalamet öffentlich.

Doch kurz darauf ruderte sie überraschend zurück. In einem neuen Video gab die Sängerin zu, dass sie selbst noch nie eine Oper oder ein Ballett gesehen habe. Ihre Kritik sei lediglich ein Versuch gewesen, Teil der Empörung im Internet zu sein.

„Das war Virtue Signalling“, erklärte sie – sie habe einfach dazugehören und Zustimmung bekommen wollen.

Für Chalamet kommt der Streit denkbar schlecht. Kurz vor der Oscar-Verleihung steht der Schauspieler plötzlich nicht wegen seiner Leistung, sondern wegen eines einzigen Satzes in den Schlagzeilen.

Und während Opernhäuser ausverkaufte Vorstellungen posten und das Internet Memes produziert, wird eine Frage spätestens in der Nacht auf Sonntag beantwortet sein: Hat ein lockerer Spruch gerade eine Oscar-Kampagne torpediert?

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