Landeshauptmann und Finanzreferent Markus Wallner setzt den Rotstift auch bei den Häuslebauern an: Per 1. Juli sinkt die Basisförderung für Eigenheime von 40.000 auf 30.000 Euro. Das maximale Darlehen beträgt in Zukunft nur mehr 100.000 Euro.
Die Struktur der Wohnbauförderung ändere sich nicht, betonte Wohnbaulandesrat Marco Tittler im Pressefoyer am Dienstag, auch die Einkommensgrenze bleibe gleich. Deutliche Änderungen gibt es allerdings bei der Höhe der gewährten Darlehen und bei den Zinssätzen. Während es bisher keine Obergrenze für die gewährten Darlehen gab, liegt diese künftig bei 100.000 Euro. Die Basisförderung für Eigenheime sinkt von 40.000 auf 30.000 Euro, für Doppel- und Reihenhäuser von 100.000 auf 40.000 Euro, für Eigentumswohnungen von 100.000 auf 50.000 Euro. Der Einstiegszinssatz beträgt neu 1 Prozent und steigt ab dem 31. Jahr der Laufzeit auf 4 bis 5 Prozent (bisher: Einstiegszinssatz 0,25 Prozent, ab 31. Jahr 1,5 Prozent).
Verbesserte Marktsituation
Die derzeit noch gültige Richtlinie sei in einem sehr schwierigen wirtschaftlichen Umfeld entstanden, erklärten Tittler und Finanzreferent Markus Wallner. Nun müsse man diese wiederum an die sich verbessernde Marktsituation anpassen. Weil der Leitzins drastisch gesunken sei (von 4,5 Prozent im Mai 2024 auf 2,15 Prozent im Mai 2025) und damit auch Bankkredite günstiger zu haben seien, sei für die Bauherren durch die Kürzung der Förderung in Summe keine Schlechterstellung zu erwarten, erklärte Tittler: Zwar müsse jetzt mehr Geld bei der Bank aufgenommen werden, allerdings auch zu wieder deutlich besseren Konditionen als zuletzt.
Wallner verwies zudem darauf, dass sich die Inflation wieder einzupendeln beginne und die KIM-Verordnung auslaufe. Dementsprechend wird auch das Eigenmittelersatzdarlehen des Landes gestrichen. Die Anpassungen seien nötig, um das System des zinsgünstigen Darlehens durch das Land nicht zu gefährden und einen möglichen Auszahlungsstopp zu vermeiden. Im vergangenen Jahr gab das Land 175 Millionen Euro für die Wohnbauförderung aus, 2025 wären es laut Hochrechnung 230 Millionen geworden – allerdings nur, wenn die aktuelle Richtlinie beibehalten worden wäre.
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