Ein Brand ist in der Nacht auf Samstag im deutsch-österreichischen Grenzgebiet zu einem dramatischen Großfeuer ausgewachsen. In Balderschwang (Deutschland) stand der Giebel eines Wohnhauses lichterloh in Flammen. Unter den 140 Feuerwehrleuten im Dauereinsatz waren auch die Florianijünger der Freiwilligen Feuerwehr Hittisau, die ihren Allgäuer Kollegen rasch zu Hilfe eilten.
Der Notruf ging am Freitagabend gegen 22.45 Uhr ein. Als die ersten Rettungskräfte eintrafen, schlugen die Flammen bereits meterhoch aus dem vorderen Dachbereich. Durch das schnelle und beherzte Eingreifen – auch der Hittisauer Wehr – gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf den hinteren, unbewohnten Gebäudeteil im letzten Moment zu verhindern.
31 Feriengäste retteten sich ins Freie
Dass die Katastrophe ohne Schwerverletzte endete, grenzt an ein kleines Wunder: 31 Feriengäste konnten das brennende Haus aus eigener Kraft rechtzeitig verlassen. Sie kamen mit dem Schrecken davon. Ein Feuerwehrmann erlitt bei den anstrengenden Löscharbeiten eine leichte Rauchgasvergiftung und wurde ins Klinikum Immenstadt gebracht.
Ermittlungen zur Brandursache laufen
Das Gebäude wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen und brannte innen stark aus. Um an die letzten hartnäckigen Glutnester heranzukommen, musste das Dach schließlich mit einem Bagger abgetragen werden. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei vorläufig auf eine mittlere sechsstellige Summe. Warum das Feuer ausbrach, ist noch unklar, die Kriminalpolizei Kempten hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.
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