Falb-Meixner-Kritik

„Zurndorf hat 150.000 Euro einfach verschenkt?“

Burgenland
20.05.2025 06:00

Das Gemeindeamt in Zurndorf ist eröffnet. Der Tag der offenen Tür war gut besucht. Werner Falb-Meixner hat aber einen Kritikpunkt. 

Ein neuer Standort für das Gemeindeamt Zurndorf: Am Sonntag wurde das fertige Gebäude eröffnet. Überall gab es strahlende Gesichter und lobende Worte für das gelungene Projekt.

„Das alte Gemeindeamt war rund 200 Jahre alt – es war höchste Zeit für einen modernen Neubau, der den Anforderungen einer zeitgemäßen Verwaltung gerecht wird und auch Raum für Begegnung bietet,“ sagte in etwa Bürgermeister Werner Friedl.

Die ÖVP und die Interessensgemeinschaft Zurndorf waren von Anfang an nicht von einem Neubau überzeugt. Sie hätten eher das alte Gemeindeamt saniert, wurden aber von den SPÖ-Stimmen – Friedl hat die Absolute in Zurndorf – ausgehebelt. Gemeinderat Werner Falb-Meixner regte schließlich an, sich zumindest Förderungen zu holen.

Termin bei Dorferneuerung
„Es gab einen Termin bei der Dorferneuerung in Eisenstadt“, erzählt er. „Dort wurden uns mindestens die Förderung der halben Kosten der Außen- und Parkgestaltung von insgesamt 300.000 Euro mit Option einer noch höheren Beteiligung zugesagt. Dafür wäre lediglich eine Veranstaltung zur Evaluierung unseres bestehenden Dorf-Leitbildes nötig gewesen.“

Werner Falb-Meixner sieht den Neubau des Gemeindeamtes mit kritischen Augen.
Werner Falb-Meixner sieht den Neubau des Gemeindeamtes mit kritischen Augen.(Bild: Reinhard Judt)

Ein Tagesordnungspunkt bei der Sitzung am 27. März wurde nicht behandelt und ersatzlos gestrichen. „Damit hat man 150.000 Euro verschenkt. Ein Betrag, den sich Zurndorf nicht leisten kann“, zeigt sich Falb-Meixner verärgert. Werner Friedl dazu: „Ich habe mit unserem Landeshauptmann eine Unterhaltung geführt und wir haben eine üppige Summe als Bedarfszuweisung für den Neubau bekommen“, erklärt Friedl. „Damit waren sowohl die Außengestaltung als auch Teile des Gemeindeamtes abgedeckt. Weil nicht mehr nötig, haben wir deshalb den Tagesordnungspunkt auch nicht behandelt.“

Auch bei Falb-Meixners Vermutung, dass durch die überteuerte Kanalgebühr der Neubau des Gemeindeamtes finanziert wird, winkt Friedl deshalb ab.

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