Kein Frieden?

Kreml schießt wieder scharf gegen Europa

Außenpolitik
28.03.2025 17:56
Porträt von krone.at
Von krone.at

Moskau zeigt sich verschnupft, da die Europäer an den Sanktionen gegen Russland festhalten wollen.

Brüssel will die Strafmaßnahmen beibehalten, solange Moskau den blutigen Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht beendet. Russland sieht dies jedoch deutlich anders. Es gehöre zu der Vereinbarung über freie Getreideausfuhren über das Schwarze Meer, Sanktionen gegen die russische Rosselchosbank aufzuheben, die für die Abwicklung zuständig sei, zeigte sich Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau überzeugt.

„Wenn die europäischen Staaten diesen Weg nicht gehen wollen, heißt das, dass sie den Weg des Friedens nicht gehen wollen“, führte Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur zufolge aus. Sie handelten auch den USA und Russland zuwider, die sich in ihren Friedensanstrengungen einig seien.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow(Bild: AP/Yury Kochetkov)

Unterhändler der USA hatten Anfang der Woche mit Vertretern Russlands und der Ukraine besprochen, dass sie wechselseitig einen sicheren zivilen Schiffsverkehr auf dem Schwarzen Meer garantieren. Dabei sagten die Amerikaner speziell Moskau zu, sich für günstigere Versicherungstarife und einen vereinfachten Zahlungsverkehr einzusetzen.

Russland exportiert große Mengen Getreide
Die Ukraine hat erklärt, dass sie sich an diese Teilwaffenruhe halte. Ihr Getreideexport über Odessa laufe aber auch ohne diese sogenannte Schwarzmeer-Initiative, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Russland wiederum hat eine Reihe von Vorbedingungen gestellt, weil seine Getreide- und Düngemittelexporte angeblich benachteiligt sind. Tatsächlich erwartet der größte Weizenproduzent der Welt für das Wirtschaftsjahr 2024/25 aber eine hohe Gesamtausfuhr von 49,5 Millionen Tonnen Getreide – und das trotz der Probleme im Zahlungsverkehr, wie die Agentur Interfax meldete.

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