Protest gegen Umzug

Krawalle in Belfast: Dutzende Polizisten verletzt

Ausland
10.08.2013 08:17
Bei Krawallen in der nordirischen Hauptstadt Belfast sind am Freitagabend Dutzende Polizisten und zwei Zivilisten verletzt worden. Insgesamt hätten 56 Beamte Verletzungen davongetragen, nachdem sie mit Steinen, Flaschen und anderen Wurfgeschossen attackiert worden waren, erklärte die Polizei. Vier Beamte mussten im Krankenhaus behandelt werden. Es gab sieben Festnahmen.

Mehrere Autos wurden in Brand gesetzt, während die Polizei Wasserwerfer einsetzte und Gummigeschosse abfeuerte, um die Randalierer zu vertreiben. Schon am Vorabend hatte es Zusammenstöße mit mehreren Verletzten gegeben.

Geplanter Umzug der Republikaner gilt als Auslöser der Gewalt
Auslöser der Gewalt war der Versuch pro-britischer Demonstranten, die Route eines geplanten Umzugs der Republikaner zu blockieren. Mit dem Umzug sollte des Jahrestags gedacht werden, an dem 1971 den britischen Behörden das Recht erteilt worden war, Verdächtige ohne Anklage zu inhaftieren.

Dies war eine der umstrittensten Maßnahmen während des jahrzehntelangen Konflikts zwischen katholischen Republikanern und pro-britischen Protestanten. Der Konflikt wurde 1998 mit dem Karfreitag-Abkommen beigelegt, doch kommt es immer noch gelegentlich zu Gewalt zwischen den Volksgruppen.

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