Commerzialbank: Tausende Anleger wurden betrogen, Hunderte um die Existenz gebracht. Vor Gericht muss sich dafür nur eine in den Spiegel schauen: Puchers Stellvertreterin. Und er?
Der Mann sei nicht verhandlungsfähig, diagnostizierte ein Gerichtssachverständiger. Der ist, wohlgemerkt, Psychiater.
Auf einen Spritzer mit Didi?
Ob Martin Pucher, 68, daheim gefüttert werden muss; ob er sich nur mittels Rollator auf den Beinen halten kann; ob er mit dem Hund Gassi geht und mit einem aufgepickten Vollbart im Gasthaus auf einen Spritzer vorbeischaut; ob er sich freut, wenn sein Ziehsohn Didi Kühbauer als WAC-Trainer bei Rapid gewonnen hat – man weiß es nicht.
Ein fremdes Gesicht
Der Verantwortliche für die 800-Millionen-Pleite der Commerzialbank Mattersburg, der Tausende um die Ersparnisse und Hunderte um die Existenz gebracht hat, sitzt oder läuft immer noch auf freiem Fuß herum, während seine ehemalige Stellvertreterin Franziska Klikovits sein, ja sein, Gesicht vor Gericht hinhalten muss.
Am 18. Februar wird am Landesgericht Eisenstadt ein Urteil über die zweifelsfrei schuldige Klikovits gesprochen werden. Sie habe Pucher bewundert, meint die Frau. „Er war der Chef. Und sein Wort hatte Gewicht.“
Jetzt ist Puchers Gewicht das körperliche.
Und sein Wort?
Ohne Worte.
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