Feuerwehr warnt

Akku, Trockner und Zigarette als „Brandstifter“

Burgenland
08.09.2026 18:58

Mehr als elf Millionen Euro Schaden gab es im vorigen Jahr im Burgenland aufgrund von Bränden. Nicht nur Haushaltsgeräte sind dabei Auslöser, auch Zigaretten und Trockenheit bereiten Probleme.

Der Kühlschrank, der nicht ordentlich eingebaut ist und heiß läuft, der Trockner, der wegen Fusseln Feuer fängt oder der Akku im (billigen) E-Scooter, der sich entzündet: Oft sind es elektrische Geräte, welche einen Brand verursachen. 96 Brandfälle – davon 82 im zivilen Bereich – mit einem Gesamtschaden von mehr als 10,95 Millionen Euro führt das Landesfeuerwehrkommando für 2025 an. Nicht erfasst sind dabei kleinere Brände mit einem Schaden unter 2000 Euro.

„Keine abstrakte Gefahr“
Eine Person starb im Vorjahr nach einem Feuer, elf Personen wurden verletzt. „Brände sind keine abstrakte Gefahr, sie können innerhalb von wenigen Minuten enorme Schäden verursachen und Menschenleben gefährden“, betont Landesfeuerwehrkommandant Franz Kropf.

Probleme wegen Zigaretten und „Messies“ 
Die Auslöser für Feuer sind allerdings nicht immer nur elektrische Geräte. Auch heiße Asche, etwa vom Grillen, die in der Restmülltonne entsorgt wird, kann schnell zu einem Feuerwehreinsatz führen. Österreichweit beobachte man außerdem immer öfter, dass besonders größere Brände durch Rauchen nach übermäßigem Alkoholgenuss ausgelöst werden, erklärt Martin Mittnecker, Leiter der Brandverhütungsstelle Burgenland. Aber auch „Messie-Verhalten“, also vollgemüllte Wohnräume, würden ein zunehmendes Problem darstellen.

Kropf und Mittnecker zogen Bilanz.
Kropf und Mittnecker zogen Bilanz.(Bild: Christoph Miehl)

Mehr Flurbrände durch Trockenheit
Heuer forderte die Trockenheit die Feuerwehren zusätzlich. Rund 250 Flur- und Waldbrände gab es bis Ende Juli, im Vergleichszeitraum waren es 140. Bei der Feuerwehr stellt man sich nun darauf ein, dass es auch in Zukunft vermehrt Feuer aufgrund der Trockenheit geben wird.

Rauchmelder verhindern Schlimmeres
Mittnecker empfiehlt allen Haushalten, sich Rauchmelder von europäischen Herstellern zuzulegen. Das sei eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, um Schlimmeres zu verhindern. Denn der Grat zwischen einem kleinen Brandschaden und einem großen Feuer mit Toten oft ein sehr schmaler.

Firmen rät er, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten und selbst kleine Mängel zu beheben. Die Erfahrung zeige, dass wenn es in einem Betrieb einmal gebrannt habe, danach plötzlich die Vorgaben beim Brandschutz übererfüllt würden.

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