16.08.2013 10:05 |

Schluss mit Nerverei

Assistenzsysteme könnten nur bei Bedarf warnen

Es piepst, blinkt und vibriert: Wer heutzutage ein mit allen Assistenzsystemen ausgestattetes Auto fährt, den können die Warnfunktionen auch mal nerven. 2016 soll ein System kommen, das dafür sorgt, dass nur gewarnt wird, wenn es wirklich nötig ist.

Dass Assistenzsysteme nützlich sein können, ist unbestritten. Naturgemäß schätzen sie die Situation allerdings nicht immer richtig ein: Da rüttelt der Spurverlassenswarner schon mal am Lenkrad, wenn man der gestrichelten Linie absichtlich nah gekommen ist (oder noch schlimmer: schreit dem Fahrer ins Ohr), oder der Abstandswarner heult auf, weil man beim Überholen zügig in Richtung des vorausfahrenden, langsamen Traktors beschleunigt hat. Den routinierten Vielfahrer nervt das eher, als dass es ihm hilft.

Schaut der Fahrer konzentriert nach vorn, muss man ihn nicht warnen. So die stark vereinfachte Beschreibung des Systems, das Automobilzulieferer Continental entwickelt. Es vernetzt die Fahrsituation – also das, worauf Spurverlassenswarner oder Abstandswarner reagieren – mit dem Aufmerksamkeitszustand des Fahrers. Eine Kamera am Lenkrad beobachtet den Fahrer und erkennt, wie sein Kopf geneigt ist. Das wird mit den Assistenzfunktionen verknüpft: Sieht der Fahrer also konzentriert nach vorn, heißt das, er überfährt die gestrichelte Mittellinie absichtlich und das Lenkrad rüttelt nicht. Hat er den Kopf etwas abgewandt, wird er gewarnt und zusätzlich mit einem 360-Grad-Lichtband im Innenraum gezielt auf die Richtung der Gefahrensituation aufmerksam gemacht.

Mit dem System will Continental Vertrauen in die Elektronik schaffen – und dafür sorgen, dass sie nicht genervt abgeschaltet wird. In drei Jahren könnte sie bereits serienreif sein.

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