Vielfalt nimmt zu

Insekten profitieren von verwüsteten Wäldern

Klima
30.01.2025 16:44
Porträt von krone.at
Von krone.at

Insekten profitieren von Wäldern, die durch einen Sturm verwüstet worden sind. Das zeigt jetzt eine neue Schweizer Studie, für die ein Forschungsteam mehr als 20 Jahre lang Sturmflächen untersucht hat.

Demnach nimmt die Vielfalt von Insekten in den ersten Jahren nach einem Orkan im Wald erheblich zu. Die Forscherinnen und Forscher stellten nach den Winterstürmen Vivian (1990) und Lothar (1999) unterschiedliche Insektenfallen auf Sturmflächen und intakten Vergleichswäldern auf. Auf einem Teil der Flächen waren die umgestürzten Bäume weggeräumt worden, auf einem anderen blieben sie liegen.

Insgesamt sammelte das Forschungsteam über 500.000 Insekten, Spinnen und andere Gliederfüßer von mehr als 1600 verschiedenen Arten. Auf zerstörten Flächen war die Artenvielfalt höher als in den Wäldern, die Stürme unbeschadet überstanden hatten. „Noch nie zuvor wurden nach einer ökologischen Störung 20 Jahre lang in regelmäßigen Abständen Daten über Gliederfüßer erhoben“, sagte Hauptautor Beat Wermelinger.

Effekt auch 20 Jahre nach Sturm
Besonders gefährdete Arten wie der Große Zangenbock und die Mauerbiene wurden auf nicht geräumten Sturmflächen häufiger gefunden. Auch 20 Jahre nach den Stürmen war dieser Effekt noch spürbar.

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