Das Hochwasser hat in Österreich eine landwirtschaftliche Nutzfläche von mehr als 22.000 Hektar - davon 14.000 Hektar Ackerland, 7.000 Hektar Grünland und 1.000 Hektar Gemüse- und Obstflächen - überflutet. Die Auswirkungen auf die Getreide-Erntemenge sind laut Landwirtschaftskammer jedoch gering. Die Qualität des Getreides kann derzeit allerdings noch nicht beurteilt werden, weil dafür das Erntewetter im Juli und August entscheidend ist.
Ertragsrückgänge in Kärten und in der Steiermark
Das Wachstum des Getreides wurde durch einen langen Winter und ein kühles Frühjahr verzögert. Auffallend mehr Schädlinge und Krankheiten gab es bisher bei Raps und Getreide. Die Getreidebestände in Ost- und Nordösterreich haben sich laut Landwirtschaftskammer aber wieder "sehr gut" erholt. In Kärnten und der Steiermark werde es aber teilweise zu Ertragsrückgängen kommen.
Die Ernteprognose wurde von der Landwirtschaftskammer hauptsächlich auf Basis der Hektarertragsschätzungen berechnet. Für den im Herbst zu erntenden Mais ist eine Erntemengenschätzung derzeit noch nicht möglich.
Getreidepreise im Sinkflug
Die voraussichtlich guten Erntemengen freuen die heimischen Bauern aber nur teilweise, denn eine prognostizierte Welt-Rekordernte für 2013 wird die Getreidepreise vermutlich drücken. An der Pariser Warenterminbörse Euronext kostet derzeit eine Tonne Weizen rund 196 Euro. Der Höchststand im vergangenen Jahr lag bei über 280 Euro. Wenn die weltweit erwartete Rekordernte heuer eingefahren werde, dann könnte der Preis noch auf 180 Euro oder darunter sinken, erwartete RWA-Getreidemanager Ernst Gauhs. Der Ernteausblick für Russland und Ukraine sei sehr gut, in den USA gebe es aber die niedrigsten Weizenlagerbestände seit fünf Jahren.
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