Der islamische Staat hat zehn mögliche Anschlagsziele auf Massenveranstaltungen veröffentlicht. Darunter sind auch der Wiener Opernball und das Oktoberfest in München. Am Mittwoch hatte die Wiener Polizei bekannt gegeben, dass die gesamte Ballsaison im Visier der Terroristen steht.
Der Islamische Staat schockiert mit einer neuen Anschlagsaufforderung. Als Ziele werden unter anderem das Oktoberfest in München, der Karneval in Venedig, das Film-Festival in Cannes und der Opernball in Wien genannt.
Publik gemacht wurde die Terrordrohung vor ein paar Tagen auf der Plattform des gefährlichen IS-Ablegers ISPK (Islamischer Staat in der Provinz Khorasan) „Al Azaim Media“. Dieser ist unter anderem für den blutigen Anschlag auf die Moskauer Musikhalle „Crocus City Hall“ verantwortlich, bei dem über 140 Menschen vor knapp zehn Monaten ihr Leben lassen mussten.
„Ein Auto oder ein Messer reicht“
„Der Konflikt mit Israel sorgt weiter für eine hohe Mobilisierung unter Islamisten. Außerdem haben die jüngsten Anschläge gezeigt, dass ein Auto oder ein Messer reicht. Das sehen auch potenzielle Attentäter“, erklärt ein Staatsschützer gegenüber der Bild Zeitung.
Terrorzelle als ukrainische Flüchtlinge getarnt
Der ISPK geht besonders perfide vor: So hat er eine als ukrainische Flüchtlinge getarnte Terrorzellen eingeschleust. Die Sicherheitsbehörden konnten die Anschlagspläne glücklicherweise durchkreuzen. Denn es sollten islamistische Attentäter zu Weihnachten und Silvester vor einem Jahr den Stephansdom in Wien und den Kölner Dom ins Visier nehmen.
Wollten „Ungläubigen“ Kopf abschneiden!
Sieben gefährliche Islamisten sitzen nun im streng gesicherten „Terror-Bunker“ des Oberlandesgerichts Düsseldorf und warten auf ihren Prozess. Ihnen werden die Gründung und Mitgliedschaft in einer inländischen terroristischen Vereinigung zur Last gelegt. Laut den Ermittlungen des Bundeskriminalamts sollten sie in Deutschland und Westeuropa öffentlichkeitswirksame Anschläge verüben, um die Ziele und Zwecke des ‚Islamischen Staates‘ zu fördern“. Es sei sogar überlegt worden, einem „Ungläubigen“ den Kopf abzuschneiden.
„Wir sind in einer Zwickmühle, wir wollen natürlich keine Panik erzeugen, müssen aber ehrlich warnen, denn die Gefahr eines Terror-Anschlags bleibt unvermindert hoch“, erklärt ein Staatsschützer. „Man muss leider sogar sagen, nach den jüngsten Anschlägen ist die Wahrscheinlichkeit sogar weiter gestiegen“, gesteht er.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.