Mann (21) festgenommen

„Schläfer“ plante Anschlag auf Christkindlmarkt

Salzburg
27.12.2024 14:05
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Ein 21-jähriger Afghane dürfte einen Anschlag auf einen Christkindlmarkt in Österreich geplant haben. Der junge Mann lebte zuletzt in Salzburg und wurde bereits am 1. Dezember von der Polizei festgenommen. Er soll sich als Schläfer bereitgehalten haben. 

Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen Anhänger der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) handeln. Staatsanwältin Ricarda Eder sagte gegenüber der „Krone“: „Ich kann bestätigen, dass es ein Ermittlungsverfahren gegen diesen jungen Mann gibt. Er wurde Anfang Dezember in Salzburg festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.“ Gegen ihn wird wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ermittelt.

„Hat sich als Schläfer bereitgehalten“
Angeblich soll der 21-Jährige, der zuletzt in Hallein gearbeitet hat, einen Anschlag auf einen Christkindlmarkt in Wien geplant haben. Wo das Attentat hätte ausgeführt werden sollen, ist unklar. Eder: „Er hat sich als Schläfer für mögliche Anschläge bereitgehalten. Aus ermittlungstaktischen Gründen können wir jedoch nicht mehr dazu sagen.“

Mit seiner Festnahme soll ein möglicher Terroranschlag in der Vorweihnachtszeit verhindert worden sein. Offenbar soll ein Anschlag mit Messern geplant gewesen sein, es habe auch Pläne für ein Attentat mit Sprengstoff gegeben. Das Ziel dürften Polizisten, Juden und Christkindlmärkte gewesen sein.

IS-Propaganda über TikTok verbreitet
Der Afghane soll auf seinem TikTok-Kanal IS-Propaganda verbreitet haben und in mehreren einschlägigen IS-Onlineforen umtriebig gewesen sein. Über diese dürfte ihm auch das Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) Salzburg auf die Spur gekommen sein.

Im Zuge der Ermittlungen soll es auch zu einer Hausdurchsuchung gekommen sein, bei der unter anderem Datenträger sichergestellt wurden. Der Beschuldigte soll außerdem geständig sein. „Krone“-Informationen zufolge soll der 21-Jährige in Österreich subsidiären Schutz erhalten haben. Inzwischen wurde ein Aberkennungsverfahren eingeleitet.

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