Der größte Speichersee im Skigebiet Bad Kleinkirchheim wird auf ideale Temperatur heruntergekühlt. Damit kann effizient Schnee produziert werden. Die Anlage selbst hat knapp 1,6 Millionen Euro gekostet.
„Das funktioniert eigentlich wie eine Klimaanlage für den Speichersee. Wir schaffen mit der neuen Anlage 300 Sekundenliter“, erklärt Bergbahnen-Vorstand Hansjörg Pflauder. „Das Wasser hat normal bei acht Grad, zwischen ein und zwei Grad ist die optimale Temperatur.“ Dann kann „technischer Schnee“, wie er von den Profis genannt wird, am effizientesten produziert werden. „Da ist ja nur Wasser und Luft drin, deswegen passt der Begriff ,Kunstschnee’ nicht“, stellt Pflauder klar.
Pisten bis ins Tal versorgt
So werden seit November die 177.000 Kubikmeter Wasser im Speichersee auf der Nockalm heruntergekühlt – die Anlage selbst hat knapp 1,6 Millionen Euro gekostet. Von hier aus können die Pisten bis ins Tal auf der gesamten Sonnenseite versorgt werden. „Bei den anderen Speichern kühlen wir das Wasser über Zirkulation mit Luftpumpen. Das klappt, weil sie nicht so groß sind“, erklärt der Bergbahnen-Vorstand.
Wir ersparen uns mehr Energie bei der Schneeproduktion, als wir für die Kühlung des Wassers verwenden. Wir verwenden auch viel PV-Strom.

Hansjörg Pflauder, Vorstand Bergbahnen Bad Kleinkirchheim
Bild: daniela ebner
Erneuerbare Energien werden genutzt
Auch sonst liegt der Fokus auf Effizienz. „Auf den meisten Gebäuden sind Photovoltaik-Module installiert“, erzählt Pflauder. „Wir produzieren so unseren eigenen Strom.“ Selbst über die Nutzung der Teiche als Pumpspeicher hat man sich schon Gedanken gemacht. „Damit könnte man genau dann Strom produzieren, wenn er besonders gebraucht wird. Leider sind unsere Teiche derzeit dafür nicht geeignet“, so Pflauder. „Man braucht einen ordentlichen Höhenabstand zwischen zwei Teichen und Leitungen mit einem großen Durchmesser. Es gibt aber schon Konzepte für die Zukunft.“
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