Unter dem Applaus konservativer Eltern hatte die Republikanische Mehrheit im texanischen Repräsentantenhaus ein neues Moral- und Anstandsgesetz verabschiedet, das ab dem 1. Januar gilt. Danach muss jedes Buch aus Schulbibliotheken entfernt werden, wenn darin auch nur im Entferntesten ein Hauch von „sexuellem Inhalt“ zu finden ist. Das gilt auch für die Bibel.
Ausgerechnet die größten Moralapostel protestieren nun gegen die Verbannung der Bibel, obwohl darin bekanntlich unter anderem Vergewaltigung, Inzest und Konkubinen vorkommen.
Darryl Flusche, Superintendent des Canyon Independent School District, hatte per E-Mail an Lehrer und Elternvertreter erklärt, dass nach dem neuen „HB 900“-Gesetz „sexuell explizites Material“ entfernt werden muss: „Das bedeutet, dass selbst eine einzige Stelle mit sexuellem Inhalt nach dem Verbotsgesetz geahndet wird. Deshalb werden wir eine größere Anzahl von Büchern, darunter auch die Bibel, aus unseren Schulen entfernen müssen.“
Das Wort Gottes ist historisch genau, wissenschaftlich unangefochten und ein Schutz gegen Gewalt in dieser chaotischen Welt.
Regina Kiehne, eine wütende Mutter
Eltern provozierten Shitstorm
Der darauffolgende Shitstorm wurde von gottesfürchtigen Eltern wie Regina Kiehne bei einem öffentlichen Treffen des Schulausschusses angefacht. Die zweifache Mutter wetterte laut „The Mirror“, dass sie es „absolut absurd“ findet, dass das „gute Buch zusammen mit den schlechten Büchern“ aussortiert wird: „Das Wort Gottes ist historisch genau, wissenschaftlich unangefochten und ein Schutz gegen Gewalt in dieser chaotischen Welt.“ Eine weitere Mutter argumentierte, dass die Bibel nicht nur „der größte Bestseller aller Zeiten“ sondern auch „das am meisten gestohlene Buch weltweit“ sei.
Kirche spendet Bibeln
Flusche versuchte vergeblich, die aufgebrachten Eltern zu beruhigen: „Wir haben mit den Kirchen der Gegend eine Absprache getroffen. Sie werden jedem Schüler, der gerne die Bibel zu Hause haben will, eine spenden.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.