Die Pattstellung bleibt aufrecht. Nach dem Aus für den S-Link durch die Ablehnung in der Volksbefragung können sich Stadt und Land weiter nicht zu einem gemeinsamen Vorgehen beim Verkehr durchringen. Jetzt lässt Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) mit der Feststellung aufhorchen, dass die Messebahn, ein Nebenast des S-Link, keine Zukunft mehr habe.
Tatsächlich war die Bahn auch Teil der Volksbefragung Anfang November. Gefragt wurde nach „einer Mobilitätslösung, die auch eine Stiegl- und eine Messe-/Flughafenbahn vorsieht“. Deshalb sagt Auinger jetzt: „Die Frage nach der Messebahn stellt sich somit nicht mehr, sie wurde ebenfalls abgelehnt.“
Zur Erinnerung: Die Messebahn sollte von der Messe kommend über die Salzach in Itzling aufs Lokalbahn-Gleis biegen und diesem folgen. In die andere Richtung war eine Verlängerung entlang der Autobahn Richtung Flughafen angedacht. Kostenpunkt für die Etappe bis zur Messe: Rund 50 Millionen Euro.
Stadt fordert vom Land Unterstützung bei Bussen
Bei der Messe sollten vor allem Touristenbusse halten, um diese aus dem Stadtzentrum zu bekommen. Als Ersatzlösung für die Messebahn schweben Auinger, wie für den gesamten S-Link, Expressbusse vor. Diese sollten die Touristen beim Messezentrum abholen und direkt ins Stadtzentrum bringen.
„Dafür müssen wir erst die Infrastruktur dort hinbekommen“, schränkt Auinger ein. Dazu brauche es aber die Unterstützung des Landes. Seit dem S-Link-Aus ist das Verhältnis zwischen Land und Stadt weiter abgekühlt. Verkehrs-Landesrat Stefan Schnöll (ÖVP) steht auf dem Standpunkt, dass die Stadt nun einen „Plan B“ liefern müsse. „Ich bin bereit, Geld für die Pendler in die Hand zu nehmen“, sagt Auinger. „Alleine werden wir es aber nicht schaffen.“
Bereits Mitte Jänner will sich die Stadt von Harald Frey, Verkehrsforscher von der TU Wien, das Expressbus-System vorstellen lassen. Aber auch das wird sich nur mit dem Land umsetzen lassen.
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