Arbeitslos und hoch verschuldet: Mit fingierten Blechschäden kassierte ein Kärntner Familienclan ab – bis eine Versicherung Alarm schlug! Die Richterin staunte bei dem Betrug nicht schlecht. Denn das Spiel des Clans gelang nur deshalb so gut, weil gleich mehrere Versicherungen involviert waren.
„Normalerweise ist jeder Autofahrer statistisch gesehen alle 15 Jahre in einen Unfall verwickelt – Sie aber hatten innerhalb von drei Jahren 10, 20 Schäden“, hält Richterin Michaela Sanin den zwölf Angeklagten vor.
Die fünf Frauen und sieben Männer sind miteinander verwandt, verheiratet oder verschwägert, großteils erwerbslos und hoch verschuldet, manche auch schlecht ausgebildet und kaum Deutsch sprechend.
Ein Mercedes hat besonders viel ausgehalten. Acht Beschädigungen!
Richterin Michaela Sanin
Elf Verurteilungen, aber milde Strafen
Sie tauschten sich über Jahre hinweg als Lenker bei fingierten Blechsalaten ab, um Geld zu lukrieren – rund 100.000 Euro. „Ein Mercedes hat besonders viel ausgehalten“, staunt auch Sanin. „Acht Beschädigungen!“ Dabei war der Wagen schon nach dem zweiten Kracher zum Totalschaden erklärt worden.
Doch weil viele verschiedene Versicherungen involviert waren, ging das betrügerische Spiel eine Zeit lang gut und endete erst Montag mit Geständnissen und milden Strafen. Elf Verurteilungen zwischen drei Monaten und 18 Monaten teilbedingt, eine Diversion.
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