Dass die Schuhe des Fischers groß sind, weiß man. Doch auch die des Kardinals und Erzbischofs von Wien sind es. Wie schon Franz Kardinal König vor ihm prägte Christoph Schönborn die Kirche Wiens und – die Länderbischöfe mögen verzeihen – des gesamten Landes. Bald wird seine Nachfolge verkündet. Kandidaten dafür gibt es gleich mehrere.
Schönborns Ära wird in der Kirchengeschichte erst mit dem notwendigen Abstand würdig und richtig eingeordnet werden. Heute lässt sich klar festhalten, dass Schönborn sich den üblichen konservativ-hier-, progressiv-da-Einteilungen entzogen hat. Er ist ein großer Intellektueller und ein ebensolcher Menschenfreund zugleich, wie es ihn in der Kombination selten bis nie gibt.
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