All-Terrain-Vehicles stehen bei Einbrecherbanden hoch im Kurs – zwei Coups im selben Geschäft, mehr als 100.000 Euro Schaden. Bislang fehlt von den Tätern jede Spur.
Auf Hochtouren laufen die Ermittlungen nach Einbrüchen im Südburgenland. Diebesbanden haben seit Jahren immer wieder Shops im Visier, die auf den Verkauf von Motorrädern und Quads spezialisiert sind. Bereits zum zweiten Mal suchten Einbrecher das Geschäft Motohawk in Unterwart heim. Die vorerst noch unbekannten Täter gingen höchst professionell vor. Auf das Firmengelände gelangten sie durch einen aufgezwickten Maschendrahtzaun.
Kameras von Nachbarbetrieben filmten mit
Um nicht gefilmt zu werden, wurden alle Überwachungskameras mit einem störsenderähnlichen Gerät außer Gefecht gesetzt. Video-Aufnahmen entging die Einbrecherbande dennoch nicht. Kameras von benachbarten Betrieben zeichneten mitten in der Nacht auf, wie sich zwei Komplizen mit einem Quad des Typus CF Moto CForce 1000 und zwei Motorrädern der Marke Honda Gold Wing aus dem Staub gemacht hatten. Im Zuge der Nachforschungen rollten die Ermittler den früheren Fall neu auf.
Vier maskierte Täter
„Beim ersten Einbruch im Jahr 2022 sind vier maskierte Täter zu sehen gewesen. Sie hatten gegen drei Uhr in der Nacht mit einer Hacke das Schaufenster desselben Geschäfts eingeschlagen und waren beim Verladen von vier Motorrädern, Ersatzteilen und Zubehör zu beobachten“, fasst ein Kriminalbeamter die wichtigsten Eckdaten zusammen.
Der Wert der Beute bei beiden Coups hat knapp mehr als 100.000 € ausgemacht. Aufgrund der aktuellen Einbruchsserie lief die Fahndung nach dem Tatfahrzeug, das schon vor zwei Jahren aufgefallen war, erneut an. Trotz fieberhafter Suche führte bislang keine Spur direkt zu der Diebesbande.
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