Wahnsinn! Das Raiffeisen Eisenstadt Open veWas für ein Abend! Das Raiffeisen Eisenstadt Open versprach Weltklasse – und lieferte ein Leichtathletik-Feuerwerk. Zwei Weltbestleistungen, rot-weiß-rote Jubelmomente und ein Doppel-Olympiasieger, der die schnelle Bahn zum Glühen brachte. In unfassbaren 9,67 Sekunden stürmte er über die 100 Meter – nur einer war jemals schneller.
Diese Bahn hier ist ja noch schneller, als mir erzählt wurde. Hier zu starten ist das Beste, was mir passieren hätte können im Hinblick auf die EM in Birmingham
Doppel-Olympiasieger Marcell Jacobs
Olympiasieger, Weltrekordhalter und wahre Nationalhelden. Stars, soweit das Auge reicht! Eisenstadt wurde zum bereits siebenten Mal zur großen Bühne der Leichtathletik-Elite. Die Fans strömten in die burgenländische Landeshauptstadt. Genau wie der Regen, der den Veranstaltern um Rolf Meixner schon vor dem ersten Startstuss gewaltig einen Strich durch die Rechnung machte. Noch bevor die blitzschnellen Sprinter überhaupt in ihre Startblöcke gingen, zuckten die Blitze am Himmel über Eisenstadt. Der Stimmung tat das aber keinen Abbruch. Auf der Tribüne brodelte es trotzdem. Und die bekannt schnelle Bahn brannte. Denn auf dieser wurde es historisch.
König von Eisenstadt
Denn in der Königsdisziplin, dem 100 Meter Sprint, kam es zu Fabelzeiten. Der italienische Doppelolympiasieger Marcell Jacobs krönte sich in 9,67 Sekunden (!) zum König von Eisenstadt. Auch dank eines unglaublichen Rückenwindes von 4,1 m/s erreichte er die zweitbeste Zeit, die jemals im 100 Meter Sprint gelaufen wurden. Nur ein gewisser Usain Bolt war einst schneller. „Diese Bahn hier ist ja noch schneller, als mir erzählt wurde. Hier zu starten ist das Beste, was mir passieren hätte können im Hinblick auf die EM in Birmingham“, strahlte das Sprint-Ass.
Zwei historische Rekorde
Zudem wurden gleich zwei Rekorde im Race Walk geknackt. Die Ukrainerin Ljudmyla Olyanovska setzte sich die Krone auf, stellte in 6:10,09 eine neue Weltbestzeit auf – löschte damit einen 25 Jahre alten Rekord aus. Und auch aus österreichischer Sicht durfte ordentlich gefeiert werden. Die Österreicherin Theresia Mohr stellte mit 6:21:85 eine neue U23-Weltbestzeit auf. „Unglaublich! Ich bin mega glücklich. Es wird ein paar Tage dauern, bis ich das begreife“, so die 20-Jährige. Auch Meixner staunte ordentlich: „Zwei Weltbestzeiten. Und das in Eisenstadt!“
Diessl wurde Zweiter
Während Hürden-Shootingstar Enzo Diessl seinen Vorjahressieg nicht verteidigen konnte, sich dem Südafrikaner Alkana geschlagen geben muss. „Ich hätte gerne gewonnen, bin ich ehrlich. Trotzdem bin ich sehr zufrieden, weil auch der Wind kontraproduktiv war.“ Der 22-Jährige war erneut vom Event in Eisenstadt angetan. „Man fühlt richtiggehend die Stimmung, das macht es hier so besonders.“
3 Siege für Österreich
Für Rot-Weiß-Rot gab es am gestrigen Abend wie im Vorjahr drei Siege zu feiern. Lisa Gruber gewann im Stabhochsprung, Magdalena Lindner setzte sich im 100-Meter-Sprint der Frauen durch und auch Luki Weißhaidinger krönte sich zum Sieger. So wurde aus Blitz und Regen doch noch ein Leichtathletik-Feuerwerk. Und ein Abend für die Geschichtsbücher.
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