Golanhöhen besetzt
Ägypten: „Israel nutzt Machtvakuum in Syrien aus“
Das Vorrücken der israelischen Armee in die Pufferzone zu Syrien auf den Golanhöhen hat international für Empörung gesorgt. Die UNO rügte Israel dafür, Ägypten sprach davon, dass hier „das Machtvakuum in Syrien ausgenutzt werde“.
Israel hatte seit dem Vorrücken der syrischen Rebellengruppen Richtung Damaskus vermehrt Truppen in die Golanregion geschickt. Dort rückte man schließlich in die entmilitarisierte Pufferzone vor und besetzte diese unter anderem mit Panzereinheiten.
„Israelische Aggression in Syrien“
Die UNO rügte das Vorgehen und betonte, Israel verletzte damit das 1974 zwischen beiden Staaten geschlossene Abkommen. Ägypten sprach davon, dass Israel das derzeit in Syrien herrschende Machtvakuum ausnützen würde, um sein Staatsgebiet zu vergrößern.
Die Regierung in Kairo appellierte an die Vereinten Nationen, „eine klare Position gegen die israelische Aggression in Syrien“ einzunehmen. Auch aus Katar hieß es, man beobachte hier eine „gefährliche Entwicklung“.
Netanyahu verteidigt Vorgehen
Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu verteidigte das Vorgehen. Man werde es „keiner feindlichen Kraft erlauben, sich an unserer Grenze festzusetzen“, so der Premierminister in einer TV-Ansprache. Das seit Jahrzehnten geltende Abkommen mit Syrien über die Pufferzone erklärte er für beendet.
Israel hatte 1967 im Verlauf des Sechstage-Krieges den Großteil der syrischen Golanhöhen besetzt und die Gebiete später annektiert. 1974 richtete die UNO eine Pufferzone zwischen dem israelisch annektierten und dem syrischen Teil der Golanhöhen ein. Dort sind UN-Blauhelme stationiert.












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