Feier mit Abstrichen
Mega-Wind behindert Eröffnung von Notre-Dame
Fünf Jahre nach dem verheerenden Großbrand wird am Samstag die restaurierte Pariser Kathedrale Notre-Dame wiedereröffnet. Doch bei den Vorbereitungen läuft nicht alles nach Plan …
Der Elysée erwartet bei der feierlichen Wiedereröffnung mindestens 35 Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP). Der Zeremonie mit 3000 geladenen Gästen machten jedoch Unwetterwarnungen einen Strich durch die Rechnung: Sie musste kurzfristig nach innen verlegt werden.
Die Voraussagen des Wetterdiensts Météo-France von Windböen bis zu 80 Stundenkilometern „zwangen uns, die Vorbereitungen neu zu organisieren“, teilten der Elysée-Palast und die örtliche Diözese am Freitagabend in einer gemeinsamen Erklärung mit.
Nun wird improvisiert
Ursprünglich sollte die Eröffnungsfeier um 19.00 Uhr auf dem Vorplatz der Kathedrale beginnen. Nach einem Film zu Ehren der Feuerwehrleute und Handwerker wollte Präsident Emmanuel Macron eine Ansprache halten. Erzbischof Laurent Ulrich sollte anschließend nach katholischem Ritus die Tore der Kathedrale öffnen, indem er drei Mal mit dem Bischofsstab an sie klopft, und in der Folge als erster einziehen, gefolgt von sämtlichen Gästen. Wie dieses Procedere nun abgeändert werden soll, war noch nicht bekannt.
Im Inneren wird der Erzbischof zunächst die Orgel weihen und die traditionellen Lobgesänge Magnificat und Te Deum anstimmen. Nach dem Ende des Gottesdiensts ist ein Kulturprogramm u.a. mit dem Pianisten Lang Lang geplant.
Der ganze Dachstuhl brannte lichterloh
Die Kathedrale war durch das Feuer am 15. April 2019 schwer beschädigt worden. Der gesamte Dachstuhl brannte ab, der Vierungsturm stürzte brennend ins Kirchenschiff. Dank großzügiger Spenden aus aller Welt in Höhe von 846 Millionen Euro konnte Notre-Dame innerhalb von gut fünf Jahren gründlich restauriert werden. Das Bauwerk ist seit der Restaurierung kaum wiederzuerkennen: Der helle Kalkstein ist von jahrhundertealtem Ruß und Dreck befreit. Durch die gereinigten Fenster fällt mehr Licht denn je hinein und bringt die frischen Farben und das Blattgold der Wandmalereien zum Strahlen.









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