Die European American Investment Bank (Euram) ist bald Geschichte: Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat am Freitag beim Handelsgericht Wien einen Insolvenzantrag über das Vermögen der Euram gestellt. Die Passiva werden mit rund 300 Millionen Euro angegeben.
Die Bank war schon seit längerem nur mehr bedingt geschäftsfähig: Bereits zu Jahresbeginn 2024 untersagte die Aufsicht der Euram Bank das Neugeschäft. Begründet wurde das mit Verstößen gegen das Finanzmarkt-Geldwäschegesetz im Bereich der Prävention und Terrorismusfinanzierung. Daher wurde ein Bescheid ausgestellt, um den „rechtmäßigen Zustand“ wiederherzustellen.
Zudem hat die FMA der Bank einen Verwalter vorgesetzt und sie vor ein Ultimatum gestellt: entweder eine Kapitalerhöhung um 25 Millionen Euro oder die Auflösung. Mitte Oktober wurde der European American Investment Bank untersagt, ihre Geschäfte fortzuführen. Dadurch kam es auch zu einem Zahlungsstopp für gedeckte Einlagen. Die Privatbank wurde zu einem Fall für die Einlagensicherung.
Kunden müssen länger auf Geld warten
Zahlreiche Kundinnen und Kunden müssen wohl länger auf ihr Geld warten. Bei vielen von ihnen laufen noch behördliche Prüfungen durch die Geldwäschemeldestelle beim Bundeskriminalamt. Die Euram Bank wurde 1999 gegründet. Sie war in Europa, Russland, dem Nahen Osten und Zentralasien tätig und auf Private Banking, Immobilienfinanzierung und Asset Management spezialisiert.
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