Mit ihrer Entscheidung folgten die Finanzminister der Euro-Gruppe einer Empfehlung der Gläubiger-Troika bestehend aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds, die Griechenland zuletzt ein gutes Zeugnis für die Sanierung des Staatshaushalts ausstellte. Dijsselbloem lobte am Montag ausdrücklich die "guten Fortschritte" in Athen, forderte aber zugleich ein effizienteres Steuersystem, eine Liberalisierung des Arbeitsmarkts sowie eine weitere Verschlankung des öffentlichen Dienstes.
Insgesamt 240 Milliarden Euro zugesagt
Die Euro-Finanzminister hatten zuletzt Ende April die Auszahlung von 2,8 Milliarden Euro abgesegnet. Insgesamt wurden Griechenland in zwei Rettungspaketen Hilfen im Gesamtvolumen von 240 Milliarden Euro zugesagt. Im Gegenzug muss das Land Sparprogramme und Strukturreformen umsetzen, deren Fortschritt regelmäßig durch die Geldgeber überprüft wird.
Die Finanzminister der 17 Euro-Staaten befassten sich in Brüssel auch mit den krisengeplagten Euro-Staaten Italien, Zypern, Spanien, Portugal und Slowenien. Portugal erhielt grundsätzlich grünes Licht für die Auszahlung von 2,1 Milliarden Euro. Der Euro-Rettungsfonds zahlte am Montag zudem zwei Milliarden Euro an Zypern aus. Es handelte sich dabei um die erste Tranche aus dem insgesamt zehn Milliarden Euro schweren Rettungspaket für den beinahe bankrotten Inselstaat.
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