Ex-Freundin ermordet
Italien: Lebenslange Haftstrafe im „Fall Giulia“
In Venedig ist der Prozess um einen der aufsehenerregendsten Mordfälle der vergangenen Jahre mit der Verurteilung des Angeklagten zu lebenslanger Haft zu Ende gegangen. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 22-jährigen Filippo Turetta die Entführung und Ermordung seiner Ex-Freundin Giulia Cecchettin vorgeworfen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Der Biomedizintechnik-Student Turetta war am 23. November 2023 nach einwöchiger Flucht über Österreich auf einer Autobahn nahe Leipzig festgenommen worden. Vor Gericht wurde Turetta für schuldig befunden, im November 2023 seine Ex-Freundin erstochen und ihre Leiche in einer Schlucht nahe eines Sees in der friulanischen Provinz Pordenone entsorgt zu haben.
Unzählige Stichwunden am Körper des Opfers
Am Körper des Opfers wurden unzählige Stichwunden gefunden, davon zahlreiche an den Armen, was den verzweifelten Verteidigungsversuch der Frau beweist, so der Staatsanwalt.
Proteste in Italien für Frauenschutz
Der Fall hatte in Italien für viel Aufsehen gesorgt und auch zu zahlreichen Protesten von Frauenrechtsorganisationen geführt. Nach der Tötung der jungen Frau hatte das italienische Parlament einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der den Schutz gefährdeter Frauen und Überlebender geschlechtsspezifischer Gewalt stärkt.
Das Maßnahmenpaket beinhaltet eine verstärkte Überwachung von Männern, die sich häuslicher Gewalt schuldig gemacht haben, sowie eine Personalaufstockung für entsprechende Einrichtungen.










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