Jeder Bau ein Unikat

Handwerk: Zu Besuch bei den Kärntner Krippenbauern

Kärnten
21.12.2024 20:00

Die „Krone“ besuchte die Krippenfreunde in Klagenfurt und schaute den talentierten Bastlern und Handwerkern beim Bau der Unikate über die Schulter.

Wenn man den Keller des Gemeindezentrums Wölfnitz in Klagenfurt betritt, dann fällt eines auf: Neben ausgelassener Stimmung herrscht dort auch jede Menge „Baulärm“. Denn es wird gehobelt, gefeilt, geschnitten und gemalt.

„Jeder, der bei uns eine Krippe macht, muss selbst Hand anlegen“, erklärt Erich Stocker, Obmann der Krippenfreunde Klagenfurt. Denn dadurch würde man eine ganz besondere Beziehung zu dem kleinen Kunstwerk erhalten.

Und wenn der Krippenbau auch einfach aussieht, es steckt jede Menge Arbeit dahinter. „Im Schnitt braucht man für eine Krippe so 25 bis 30 Stunden“, sagt Stocker. Und beim Blick über die emsigen Schultern versteht man auch, warum. Denn die Bauwerke werden vom Sockel an eigenhändisch aufgebaut. Und das zum Großteil mit Naturmaterialien.

Liebevoll werden die Krippen dekoriert.
Liebevoll werden die Krippen dekoriert.(Bild: Marcel Tratnik)
Bei den Detailarbeiten ist meist sehr viel Geduld gefragt.
Bei den Detailarbeiten ist meist sehr viel Geduld gefragt.(Bild: Marcel Tratnik)
Die Materialien sind vielfältig – auch Sand kommt zum Einsatz.
Die Materialien sind vielfältig – auch Sand kommt zum Einsatz.(Bild: Marcel Tratnik)
Sogar Bäume werden aus Naturmaterialien selbst hergestellt.
Sogar Bäume werden aus Naturmaterialien selbst hergestellt.(Bild: Marcel Tratnik)
Auch das Dach wird aufwendig gedeckt. Dabei kommt Lärchenholz zum Einsatz.
Auch das Dach wird aufwendig gedeckt. Dabei kommt Lärchenholz zum Einsatz.(Bild: Marcel Tratnik)
So eine Krippe bedeutet viel Arbeit.
So eine Krippe bedeutet viel Arbeit.(Bild: Marcel Tratnik)

„Außer bei den Aufbauten greifen wir auf Styrodur zurück“, erklärt der passionierte Krippenbauer beim „Krone“-Besuch. Das würde wesentlich leichter als herkömmliches Holz sein. „Zudem kann man das Material besser bearbeiten.“

Von der Baumwurzel zum eigenen Krippen-Baum 
Und bei den Details greifen die Krippenbauer tief in die Trickkiste. Und so wird aus einer herkömmlichen Baumwurzel ein täuschend echter Baum gezaubert, aus Holzschwämmen entstehen sogar Krippen. Aber auch bei den Dachschindeln legen sich die Handwerker ordentlich ins Zeug.

„Dazu verwenden wir Lärchenholz. Das lässt sich gut spalten und die Schindeln schauen dann täuschend echt aus und sind robust“, erklärt Stocker, der sein Wissen mit viel Leidenschaft an seine Kursteilnehmer weitergibt.

Krippenbaukurse finden übrigens im Februar, März und April sowie im September, Oktober und November statt. Interessierte können sich unter 0664/2338286 oder erich.stocker@gmx.at jederzeit melden.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Kärnten
21.12.2024 20:00
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung