In der japanischen Mythologie werden ihm übernatürliche Kräfte nachgesagt, sein geheimnisvolles Erscheinungsbild macht ihn zum Objekt der Begierde von Meeresbiologen: der Riemenfisch. Nun wurde zum zweiten Mal heuer ein Exemplar der ungemein seltenen Meeresbewohner an die US-Küste gespült. Ein böses Omen?
Schillernde Schuppen, ein gigantischer, schlangenartiger Körper und eine fast schon bizarr anmutende Kopfform – der Riemenfisch ist nicht nur äußerlich eine Erscheinung. Sie leben in den kalten und dunklen Tiefen der Ozeane, nur wenig ist über sie bekannt.
Mystische Bewohner der Tiefe
Daher befeuern die beeindruckenden Meeresbewohner seit jeher den Aberglauben der Menschen, wenn doch einmal ein Exemplar an die Oberfläche kommt. So sagte man ihnen beispielsweise nach, ihr Auftauchen kündigte Naturkatastrophen wie Erdbeben an.
Dass die „Weltuntergangsfische“ just an der US-Küste, wo derzeit politisch nach dem Wahlsieg von Donald Trump kein Stein auf dem anderen bleibt, angespült wurden, dürfte ihren Legendenstatus noch verstärken. US-Medien überschlagen sich bereits, wenn auch nicht ganz ernst gemeint, mit etwaigen Spekulationen. Allerdings: Nach dem Auftauchen des ersten Fisch-Kadavers an der kalifornischen Küste nahe San Diego folgte danach tatsächlich ein leichtes Erbeben der Stärke 4,4 auf der Richter-Skala.
Wissenschaftler untersuchen Fischkadaver
Das zweite Exemplar wurde erst vergangenes Wochenende am Strand von Encinitas gefunden. Wissenschaftler vom Scripps Institution of Oceanography, der Fischereibehörde NOAA und der University of San Diego untersuchten bereits den ersten Kadaver.
Nun soll auch der zweite „Weltuntergangsfisch“ einer genauen Betrachtung unterzogen werden. Vielleicht können die Wissenschaftler so einen besseren Einblick in das Leben der mystischen Fische bekommen – und so manche Mythen aufklären.
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