Helden des Alltags erhalten in einer Ausstellung in Wien die Anerkennung und den Auftritt, den sie sich verdient haben – eine Würdigung ihrer unsichtbaren, aber bedeutenden Rolle in unserer Gesellschaft.
Soziale Arbeit am Rand der Gesellschaft, Pflege von Behinderten, Unterstützung für Ausgegrenzte und anderes karitatives Engagement kann nicht hoch genug geschätzt werden. Und doch steht es oft im Abseits – man schaut Elend, Armut und Krankheit eben nicht gern ins Gesicht. Muss man aber auch nicht, wie jetzt eine Ausstellung des Wiener Hilfswerks beweist. Zu sehen sind dort Fotos, die die Helfer als das zeigen, was sie sind: Helden.
Fast wie Hochglanz-Werbung für Luxusartikel wirken einige der Foto-Serien über acht Frauen und Männer und ihre Arbeit für die Gesellschaft. Wenn etwa Naana Nyarko einer ihrer Klientinnen aus der Wohnungslosenhilfe eine neue Frisur verpasst, dann ist auf dem Foto keine Spur von Elend und Tristesse, sondern stattdessen nur ansteckende Freude spürbar. Begleitet werden die Fotos von Geschichten und Aussagen der Dargestellten.
Zu sehen ist die Ausstellung bis 21. November montags bis donnerstags von 15 bis 18 Uhr im „theartworkersroom*“ auf der Linken Wienzeile 178, 1060 Wien.
Dass die beteiligten Fotokünstler und das Hilfswerk nicht nur den acht „Models“ auf diese Art die gebührende Anerkennung zollen, sondern auch jedem Ausstellungsbesucher die Augen für die wahre Natur von Hilfe öffnen, macht sie für uns zu den „Wienern der Woche“.
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