"Die Verhandlungen waren hart aber fair", erklärte Betriebsratsobmann Thomas Steiner nach den nächtlichen Gesprächen etwas müde aber sichtlich zufrieden Donnerstag früh gegenüber dem ORF-Radio.
Der Sozialplan besteht laut Steiner aus drei zentralen Punkten: freiwillige Abfertigungen, die Möglichkeit des Beitritts zu einer Mitarbeiterstiftung, um Bildungsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen, und die Errichtung eines Sozialfonds. Dieser beinhalte Umschulungsmaßnahmen und finanzielle Unterstützung für besondere Härtefälle, sagte der Tyrolean-Betriebsratschef.
Der Sozialfonds sei ein "maßgeschneiderter Topf für den Standort Tirol". Man versuche damit, auch auf die "gesamte Arbeitsmarktsituation" einzugehen. Das heiße, dass auch Mitarbeiter, die länger einen neuen Job suchen, mit finanzieller Unterstützung rechnen können, so Steiner.
Kampfmaßnahmen vom Tisch
Über die Höhe der Maßnahmen und Unterstützungen dürfe er noch nichts sagen, so Steiner: "Die Übereinkunft ist noch nicht unterschrieben, das wird erst nächste Woche passieren. Bis dahin kann ich über keine Details sprechen." Gültig werde der Sozialplan mit 1. Mai 2013. Mitte nächster Woche soll alles "fix fertig ausgehandelt und unterschrieben" sein. Die im Vorfeld der Gespräche angedrohten Kampfmaßnahmen der Gewerkschaft sind damit vom Tisch.
Nachdem die AUA monatelang den Ausbau des Tyrolean-Standortes Innsbruck versprochen hatte, hat sie im März überraschend die Verlegung der Verwaltungszentrale von Innsbruck nach Wien angekündigt. 109 Mitarbeiter sind von den Rationalisierungsmaßnahmen betroffen. Ihnen hatte die AUA angeboten, nach Wien zu übersiedeln.
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