In Österreich basteln sie (im Zeitlupentempo) an einer Dreierkoalition, in Deutschland ist soeben eine gescheitert. Niemand weint ihr eine Träne nach.
Es war eine Zumutung an den gesunden Menschenverstand gewesen, dem langen Todeskampf dieser Berliner Ampelkoalition wehrlos zuschauen zu müssen. Sie hinterlässt eine schwer angeschlagene Wirtschaft, deren Opfer auch Österreich wurde.
Das Ende des Schreckens hatte die FDP mit einer Flucht nach vorn eingeleitet. Ihr hat schon bei allen Landtagswahlen das Totenglöcklein geschlagen.
Die Strukturkrise der deutschen Wirtschaft hat zwar eine lange Vorgeschichte von Versäumnissen, beginnend schon mit der Endzeit von Helmut Kohl, dieses satte Ausruhen auf den Lorbeeren, aber das Vertrauen der Investoren ging vollends verloren in dem ideologischen Chaos der Ampel. Was mit der FDP-Regierungsbeteiligung ein „bürgerliches Korrektiv“ sein sollte, entwickelte sich unter dem Finanzminister Lindner zu einer Dauerblockade.
Ein Treppenwitz der Weltgeschichte wäre, wenn unter dem kommenden CDU-Bundeskanzler Friedrich Merz die SPD (unter Olaf Scholz oder Boris Pistorius?) als Mehrheitsbeschaffer eine Wiederauferstehung feiern sollte. Es soll ja nach diesen bösen Erfahrungen keine Dreierkoalition mehr geben.
Dass die deutsche Regierung am Tag von Trumps Wahlsieg zerbrach, ist mehr als nur Symbolik.
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