Dutzende Tote
Schweres Erdbeben an Grenze Iran-Pakistan
Nach Angaben des pakistanischen Staatsfernsehens stürzten allein in dem Grenzort Mashkail mehr als 1.000 Lehmhäuser in sich zusammen. Insgesamt seien 34 Menschen getötet und etwa 200 weitere Personen verletzt worden, teilte ein Mitarbeiter des nationalen Katastrophenschutzes mit.
Augenzeugin: "Der Schock sitzt tief"
In der iranischen Region Sistan-Balouchestan wurden ein Mensch getötet und zwölf weitere verletzt. "Der Schock sitzt tief. Überall sind die Menschen ins Freie geflüchtet, Erinnerungen an das schwere Erdbeben von Bam im Jahr 2003 wurden wach", erzählte eine Frau.
Die tatsächlichen Auswirkungen des Bebens sind allerdings "begrenzt", hieß es am Mittwoch aus Teheran. Überwältigt zeigte sich der Krisenmanager in der betroffenen Region von den Hilfsangeboten aus dem In-und Ausland: "Wir haben seit gestern sowohl von Privatpersonen als auch von Regierungs- und Nichtregierungseinrichtungen eine große Welle der Hilfsbereitschaft gespürt und sind beeindruckt davon."
Beben auch in Indien, Katar und Dubai spürbar
Der Geologische Dienst der USA, der die Erdbebenaktivität weltweit beobachtet, gab die Stärke der Erschütterungen mit 7,8 an. Das Epizentrum habe demnach im Südosten des Iran an der Grenze zu Pakistan in einer Tiefe von 82 Kilometer gelegen. Die Region ist vergleichsweise dünn besiedelt.
Die Erschütterungen waren in der ganzen Golfregion und darüber hinaus zu spüren. Augenzeugen zufolge wackelten auch Gebäude in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi, in Katar und Dubai.
Es handelt sich um das zweite schwere Beben in diesem Monat im Iran. Am 9. April (siehe Infobox) starben 37 Menschen, als Erdstöße die Region um Bushehr trafen. Die Stärke wurde damals mit 6,3 angegeben. Die Islamische Republik wird regelmäßig von schweren Erdbeben erschüttert. Im Jahr 2003 starben 30.000 Menschen, als ein Beben der Stärke 6,6 die Region Bam traf.







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