Die Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern ist im Burgenland im österreichweiten Vergleich am zweitgeringsten. Doch das reicht Vize-Landeshaupfrau und Frauenlandesrätin Astrid Eisenkopf nicht. Sie möchte den sogenannten „Gender Pay Gap“ ganz schließen.
Seit gestern arbeiten erwerbstätige Frauen im Burgenland bis Jahresende statistisch gesehen gratis, weil sie immer noch um 15,6 Prozent weniger verdienen als gleichqualifizierte männliche Kollegen. Diese Tatsache resultiert unter anderem daraus, dass Frauen häufig in schlechter bezahlten Branchen wie Handel und Pflege beschäftigt sind, aufgrund von Karenzzeiten und unentgeltlicher Care-Arbeit oft über Jahre am Arbeitsmarkt ausfallen und daher schlechtere Karten bei Gehaltsverhandlungen haben.
Der „Equal Pay Day“, ein internationaler Aktionstag, macht auf diese Lohnlücke aufmerksam. Um die monetäre Ungleichheit zu bekämpfen, setzt das Land auf diverse Förderungen, die nach Ansicht von Vize-Landeshauptfrau und Frauenlandesrätin Astrid Eisenkopf bereits Wirkung zeigen:
Dass der Equal Pay Day im Burgenland heuer auf den 5. November fiel, während er österreichweit bereits am 1. November erreicht war, zeigt, dass unsere Maßnahmen greifen. Im Bundesländervergleich weist das Burgenland mittlerweile den zweitgeringsten Unterschied im Durchschnittseinkommen von Frauen und Männern auf.
Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf
Um die Gehaltslücke weiter zu schließen, will die Regierung Mädchen und Frauen zu Karrieren in höher bezahlten Branchen ermutigen und Gründerinnen-Projekte und Väterkarenz fördern. Festgeschrieben werden die Maßnahmen im Frauenbericht 2024, der noch heuer präsentiert werden soll.
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