Liliana Lazarte hat neben der eigenen Familie auch Salzburger von den Vorzügen der Küche Perus überzeugt. Auf ins Andräviertel zur lateinamerikanischen Geschmackskostprobe.
Eine junge Dame, die im Lazarte im Andräviertel nebenan sitzt und Peru selbst bereist hat, schwärmt vom kleinen Restaurant: „Es schmeckt nicht besser und nicht schlechter, es schmeckt einfach genau so wie in Peru. Man fühlt sich nach Lateinamerika zurückversetzt.“
Ein herzlicheres Kompliment gibt es für eine so genannte Ethnoküche wohl nicht. Oft fallen Speisen etwa aus Asien einer Europäisierung zum Opfer.
- 600 g Fisch (Kabeljau)
- 1 ganze rote Zwiebel
- Salz, Pfeffer, Zitrone, Ingwer (frisch), Koriander
- Gelbe Chili (Rocoto)
- 4 Stk grüne Limette
- 1 Stk Süßkartoffel
- Gerösteter Mais (Cancha)
- Geröstete Kochbananen
- Salat
- Mais
- Peruanische Gewürze
- Tortilla-Chips
„Nicht so das Lazarte“, lächelt Chefin Liliana, während sie fürs Nationalgericht Ceviche Kabeljau ohne Hitze, aber dank Limettensaftsäure vor sich hinkochen lässt. „Bis auf frisches Gemüse beziehen wir alles aus Peru. Wir wollen nichts ändern. Die Österreicher essen nur nicht ganz so scharf wie wir“, grinst sie.
Fisch würfelig schneiden, salzen, pfeffern, geriebenen frischen Ingwer, Koriander drüberstreuen. Mit ausgepresster Limette Fisch bedecken, mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank (!) „kochen“ lassen. Der Limettensaft gart den Fisch ohne Hitze. Gekochte Süßkartoffel in Scheiben schneiden, mit geröstetem Mais, gekochten Maiskörnern und etwas Salat anrichten.
Lazarte machte am 28. Juli 2020, an Perus Nationalfeiertag, das erste Restaurant auf. Ihr Mann Alberto hat im Café Wernbacher nun ein zweites eröffnet. Klar, dass Sohn Josue als studierter Physiker im Hintergrund längst mitwirkt.
Liliana Lazarte studierte in Perus Hauptstadt Lima Wirtschaft, ging mit ihrem Mann erst nach Wien, übersiedelte 2008 nach Salzburg. Bot peruanische Kochkurse an, kochte auf Märkten und Messen. Sperrte am 28. Juli 2020 das Lazarte Salzburg auf.
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