Villacher Lokale ärgern sich über unterschiedliche Öffnungszeiten für ihre Außenbereiche – in manchen Gastgärten ist um 22 Uhr Schluss, andere haben länger geöffnet. Warum das so ist und wie das Problem gelöst werden soll.
In den Sommermonaten lockt Villach gezielt mit Wohnzimmeratmosphäre und Wohlfühlprogramm nicht nur Einheimische in die Innenstadt. Viele Touristen genießen ebenfalls die abendlichen Ausflüge in die Draustadt.
Doch in manchen Gastgärten ist oft bereits um 22 Uhr Schluss. Im Nachbarlokal oder ein paar Häuser weiter darf draußen hingegen noch bis 24 Uhr weiter gefeiert werden.
„Wir haben in der Stadt einen Wildwuchs an Sperrstundevorgaben, der nicht mehr sinnvoll ist“, meint der Villacher VP-Stadtrat und Marktreferent Christian Pober. Diese Ungleichbehandlung der Gastronomen müsse rasch abgeschafft werden: „Villach ist bekannt für seine Gastfreundschaft. Da können wir die Gäste nicht von Gastgarten zu Gastgarten schicken.“
„Einheimische und Touristen werden in Villach ab 22 Uhr von Gastgarten zu Gastgarten geschickt“, so die Kritik. „Als Stadt haben wir hier aber leider keine Handhabe, um einzugreifen und die Gegebenheiten für die Gastronomen selbst zu beurteilen“, erklärt Pober.
Sperrstunden nach Lärmpegel errechnet
Denn die Vorgaben der Gewerbeordnung sind Sache des Bundes. Die Sperrstunden würden nämlich nach dem Lärmpegel in den jeweiligen Gastgärten errechnet. Pober: „Hier fehlt Fingerspitzengefühl.“
Um dem Ganzen ein Ende zu setzen, hat die VP nun im Gemeinderat einen Antrag eingebracht. „Mit den Parteien konnten wir einen Lösungsvorschlag erarbeiten, der vom Bund nur noch ermöglicht werden muss!“, so der VP-Stadtrat weiter. „Ich werde mich außerdem bei Gemeinde- und Städtebund für diesen Vorschlag stark machen.“
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