Ein starker Anstieg der Mpox-Infektionen (auch als Affenpocken bezeichnet) beunruhigt die Behörden in Australien. Laut offiziellen Angaben wurden heuer bereits 737 Infektionsfälle registriert. Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Jahr waren es nur 26 Fälle.
Die meisten Fälle wurden den Angaben zufolge in den vergangenen drei Monaten verzeichnet, vor allem im Südosten Australiens. Bis auf zwei Fälle infizierten sich in Australien nur Männer.
Vor allem Männer stecken sich an
Auch bei einem großen weltweiten Ausbruch im Jahr 2022 hatten sich vor allem Männer angesteckt, die Sex mit Männern hatten. Prinzipiell ist die Krankheit aber bei engem Körperkontakt für alle Personen ansteckend.
In Australien breitet sich das Virus vor allem außerhalb der großen Städte aus, wie der Arzt Matthew Shields dem australischen Rundfunksender ABC sagte. Der Mediziner führt das auf niedrigere Impfraten zurück.
Behörden rufen zur Impfung auf
Australiens Behörden versuchen, die Ausbreitung der Viruserkrankung nun durch eine Anpassung der Impfempfehlung einzudämmen. Wie ein Behördensprecher sagte, können sich nun „Menschen jeden Alters, die dem Risiko einer Ansteckung mit Mpox ausgesetzt sind“, impfen lassen.
2022 breitete sich das Virus in etlichen Ländern außerhalb Afrikas aus, in Österreich gab es mehr als 300 Fälle. Vom derzeitigen Ausbruch sind bisher vor allem afrikanische Länder betroffen, neben der Demokratischen Republik Kongo unter anderem Burundi, Kenia und Uganda.
WHO rief gesundheitliche Notlage aus
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief wegen der Epidemie Mitte August eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite aus.
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