Cobra-Einsatz bei Graz

Drohbrief gegen Lehrer: Jugendliche unter Verdacht

Steiermark
28.04.2026 20:28

Sie sollen mehrere Lehrer der Mittelschule Hausmannstätten bei Graz schriftlich bedroht haben – und lösten einen massiven Polizeieinsatz aus. Mehrere Jugendliche wurden als mutmaßliche Urheber der Drohbotschaft ausgeforscht und von der Polizei verhört, wollen aber mit der Tat nichts zu tun haben.

Quälende Ungewissheit herrschte am Dienstag in der Grazer Umlandgemeinde, nachdem die Schulleitung kurz nach Mittag im Briefkasten der Schule auf schriftliche Drohungen gegen mehrere Lehrer aufmerksam geworden war. Umgehend wurde die Polizei eingeschaltet, ein Großaufgebot wurde zur Mittelschule beordert: Polizeistreifen aus dem Bezirk Graz-Umgebung, Diensthunde, Bereitschaftseinheit, Schnelle Interventionsgruppe und auch das Einsatzkommando Cobra waren innerhalb kürzester Zeit vor Ort.

Erfahrungswerte von Grazer Amoklauf genutzt
Es galt, die insgesamt rund 350 Schüler der Mittelschule in Sicherheit zu bringen. Die angrenzende Volksschule war zum Glück bereits großteils leer. Die Evakuierung verlief weitgehend komplikationslos und „sehr flüssig“, wie Polizeisprecher Markus Lamb am Abend gegenüber der „Krone“ sagte. Die Präventionsarbeit an den Schulen nach dem schrecklichen Amoklauf von Graz im Vorjahr habe sich bezahlt gemacht.

Zum Stand der Ermittlungen hielt sich die Polizei tagsüber bedeckt. Am Abend bestätigte Lamb, dass erste Tatverdächtige ausgeforscht und bereits befragt wurden. Es handle sich um mehrere Jugendliche im Mittelschulalter aus der Region. Bis in die Abendstunden liefen die Vernehmungen, in denen vorerst alle eine Beteiligung an den Drohungen in Abrede stellten.

Handys werden ausgewertet
Die Ermittlungen dauern an. So wurden mehrere Mobiltelefone sichergestellt, die nun kriminaltechnisch untersucht werden. Die Polizei betont, dass sich die Drohungen ausschließlich gegen Lehrer, nicht gegen Schüler gerichtet hätten. Hinweise auf eine konkrete Gefährdung gebe es zur Stunde nicht.

Diesen Schultag werden die Hausmannstättner Schüler so bald nicht vergessen.
Diesen Schultag werden die Hausmannstättner Schüler so bald nicht vergessen.(Bild: Christian Jauschowetz)

Die Aufarbeitung des nervenaufreibenden Tags, an dem sich evakuierte Schüler im Turnsaal weinend in den Armen gelegen waren und Eltern vor der Schule lange verzweifelt auf nähere Informationen gewartet hatten, wird freilich noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bestätigt auch Bürgermeister Patrick Dorner. Der Unterricht am Mittwoch findet aber auf jeden Fall statt – im Beisein des Kriseninterventionsteams. Es gehe darum, „das Geschehene gemeinsam mit den Kindern einzuordnen, damit keine Angst bleibt“. Ein Fernbleiben an diesem Tag habe aber „keine Konsequenzen“, versichert Dorner.

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